Irgendwann im Herbst diesen Jahres werden wir sehen wie Apple sein zehnjähriges iPhone Jubiläum zu feiern gedenkt. Und kaum hat das neue Jahr begonnen, tauchten auch schon überall kleine Geschichtsstunden zur iPhone Entwicklung auf. Kaum zu glauben, dass gerade mal zehn Jahre vergangen sind zwischen dem heutigen iPhone 7 und dem damaligen iPhone 2G. Dass 2007 der Grundstein für den späteren Erfolg gelegt wurde, liegt auch daran, dass sich Apple für den richtigen Prototypen entschied. Steve Jobs ließ nämlich zwei unterschiedliche Konzepte gegeneinander konkurrieren.

Vor wenigen Tagen veröffentlichte die Technikseite Sonny Dickson ein anderthalb minütiges Video, das zwei iPhone 2G mit unterschiedlicher Bedienung zeigt. Es ging darum die finale Lösung zu finden, die letztlich den Grundstein für Apple’s Mobilbetriebssystem iOS legen sollte. Während das als P1 bezeichnete Modell ein vom iPod bekannten Rädchen zur Steuerung nutzt, verwendet Prototyp P2 eine Icon-basierte Bedienung. Wie wir alle wissen, ist P2 als Sieger aus dem Rennen hervorgegangen, das Steve Jobs selbst initiiert hatte.

Dass P1 die Bedienung per Rädchen nutzte, lag daran, dass es vom “iPod-Paten” Tony Fadell entwickelt wurde. Hingegen setzte das P2 von Scott Forstall, später Chef der iOS-Sparte bei Apple, auf die Icons so wie wir sie heute kennen. Beide konkurrierten im Jahr 2005 gegeneinander und schließlich gewann P2 das Rennen. Ob das iPhone mit dem iPod-Rädchen ein ebenso großer Erfolg gewesen wäre?

Beide Prototypen liefen mit einer halbfertigen iOS Version namens “Acorn OS”. Wie die Website festgestellt hat, läuft das per Rädchen bediente P1 schneller als P2, da es weniger Softwareressourcen benötigte. Jedenfalls zeigen diese beiden Prototypen vor welcher Wahl Steve Jobs und das Apple Management standen und scheinbar war die Entscheidung nicht ganz so einfach – aber die richtige Wahl wurde dennoch getroffen.

Bild: sonnydickson.com Video: youtube.com