Das kam aber schnell! Gerade einmal eine Woche ist das iPhone X auf dem Markt und schon wurde eines seiner Highlights geknackt. Wie vietnamesische IT-Experten in einem kurzen Video demonstrieren konnten sie Face ID austricksen und so das iPhone X entsperren. Alles was sie dafür brauchten: einen künstlichen Kopf und sehr viel Zeit. Denn obwohl Face ID geknackt wurde, der Aufwand ist zu groß, als dass es sich um ein gravierendes Problem handeln könnte.

Es ist ein Katz-und-Maus-Spiel, das Entwickler von Sicherheitssoftware und Hacker miteinander spielen. Und scheinbar haben Hacker stets einen Vorsprung, nutzen sie doch Lücken aus, die bisher niemandem aufgefallen sind. Auch Apple’s neue Sicherheitstechnologie Face ID konnte nun überwunden werden, wie eindrucksvoll von vietnamesischen IT-Experten demonstriert. Bevor man aber in Panik gerät, ob die persönlichen Daten auf dem iPhone X sicher sind: der Aufwand der Vietnamesen war gewaltig. Kein gewöhnlicher Verbrecher wird sich die Mühe machen einen gefälschten Kopf zu bauen, um das iPhone X zu entsperren. Es ging den Experten wohl nur darum zu zeigen, dass kein System zu hundert Prozent sicher ist, auch Apple’s nicht.

Und wie konnten sie Face ID austricksen? Sie kreierten einen künstlichen Kopf mithilfe eines 3D-Druckers. Anschließend wurden einzelne Elemente wie die Augen, Mund und Nase in 2D ausgedruckt und auf den Kopf befestigt. Hiermit wurde gezeigt, dass nur die wesentlichsten Teile des Gesichts für Face ID von Belang sind, während die Backen oder die Stirn eher eine marginale Rolle spielen. Interessanterweise behauptet Apple zwar nicht, dass Face ID zu hundert Prozent garantierte Sicherheit bietet, aber zumindest dass es sich nicht durch Bilder oder Masken täuschen lässt. Von wegen Apple! Im folgenden kurzen Video könnt ihr euch das Ganze anschauen:

Klar ist, dass Face ID sicher ist und der überwältigenden Mehrheit der Nutzer ein entspannteres Erlebnis erlaubt das Gerät zu entsperren. Schließlich könnte der Passcode durch einen Dieb vorher ausgespäht werden, was deutlich unsicherer ist. Aber die Gefahr ist gegeben für bekannte Persönlichkeiten oder wichtige Personen, deren iPhone Inhalte einen solchen Hack lohnenswert machen. Apple muss sich noch zu der Geschichte äußern.

Video: youtube.com