Mit großer Spannung wurde Apples Einstieg in den Musikstreaming Markt erwartet. Nach vier Monaten macht sich jedoch eine gewisse Ernüchterung auf Seiten der Kalifornier breit. Mit nur 6,5 Millionen zahlenden Kunden hinkt man besonders Spotify hinterher, doch es gibt noch Hoffnung.

Apple Music verzeichnet vier Monate nach dem Markteinstieg eine Zahl von 6,5 Millionen zahlenden Nutzern. Zudem befinden sich noch 8,5 Millionen Nutzer in der dreimonatigen, kostenlosen Testphase. Das sind Zahlen, die man in Cupertino nicht gewohnt ist. Platzhirsch ist und bleibt Spotify mit über 75 Millionen aktiven Nutzern, von denen 20 Millionen den kostenpflichtigen Premiumdienst ohne Werbung nutzen. 800 Millionen Kunden kann Apple vorweisen, nach vier Monaten konnte nicht einmal 1 Prozent zum Abschluss von Apple Music gebracht werden.

Apple mutiert zum Mitläufer

Bereits die Apple Watch wurde als Neuheit und revolutionär angepriesen, dabei hatte die Konkurrenz längst eigene Smartwatches auf den Markt gebracht. Zu den Verkaufszahlen äußert man sich nicht. Dies lässt schwache Verkaufszahlen zumindest erwarten. Auch Apple Music erscheint als herzlos zusammengestelltes Projekt aus Cupertino, nicht um den Kunden etwas zu bieten, sondern die Konkurrenz zu schwächen. Doch das Motto „think different“, das Apple zur wertvollsten Marke der Welt erstarken ließ, ist damit nicht erfüllt, ganz im Gegenteil.

Es erscheint, als wären die Denker und Lenker bequem geworden. Rein spekulativ ist der übliche Gedanke, wie denn der Apple Guru Steve Jobs reagiert hätte. Die Zahlen könnten zumindest dadurch verbessert werden, dass Apple die Apple Music App auch für Android Nutzer ab diesen Herbst zur Verfügung stellen wird. Smartwatch, Musikstreaming, das alles gab es schon vor Apple. Der Ruf nach einer revolutionären Neuheit aus dem Hause Apple schallt nachhaltig in der Technikwelt. Ob dies in der nächsten Zeit gelingen wird, bleibt zumindest zu bezweifeln. Spätestens im nächsten September, mit der Vorstellung des iPhone 7 werden wir mehr wissen, oder auch nicht. Apple als Mitläufer? Das will der verwöhnte Kunde nicht.