Der Musikstreamingdienst Apple Music kann nach einem halben Jahr die beachtliche Zahl von 10 Millionen zahlenden Kunden vorweisen. Der größte Konkurrent in diesem Bereich benötigte hierfür sechs Jahre, kann sich jedoch auch auf die Nutzer verlassen, die das kostenlose, mit Werbung versehene Abo nutzen.

Laut einem Bericht der Financial Times, die sich auf eine interne, anonyme Quelle beruft, hat Apple Music ein halbes Jahr nach der Einführung bereits die Mauer von 10 Millionen zahlenden Kunden durchbrochen. Das bedeutet 1o Millionen mal 10 Euro oder Dollar pro Monat, die Apple durch den Musikstreamingdienst Apple Music mehr einnimmt, bzw. hierdurch verhindert, dass die Konkurrenz á la Spotify schneller wächst. So mutet die App zumindest an.

Apple ist seit jeher für eine klare Linie, einfach Bedienung und schönes Design bekannt. Im Gegensatz dazu steht die Musik App, die eher durch Bugs und komplexe Bedienung als durch die angepriesenen und verfolgten Eigenschaften auffällt. Die App wirkt eher wie ein lieblos zusammengewürfelter Haufen von allem, was es schon gibt. Die Radiosender, die Auswahl an Musik, all das gibt es schon seit mehreren Jahren. Jedoch muss festgehalten werden, dass der Marktführer Spotify – aktuell mit 75 Millionen Nutzern, davon 20 bis 25 Millionen zahlenden – sechs Jahre gebraucht hat, um sich einen Stamm von 10 Millionen zahlenden Nutzern zu erarbeiten.

100 Millionen Euro mehr die Apple so im Monat mehr einnimmt, abzüglich der Kosten sicherlich ein Gewinn. Wobei der größere Gewinn dabei liegen wird, Spotify zu zeigen, wer der Chef im Ring ist. Wofür ihr sechs Jahre braucht, brauchen wir mit einer lieblosen, mittelmäßigen Applikation ganze sechs Monate, so die Message aus Cupertino.

Ein weiterer kluger Schachzug und ein Garant für stetiges Wachstum wird der Fakt sein, dass die Apple Music App samt Dienst seit November auch für Android Kunden im google Play Store verfügbar ist. So kann der eine oder andere Kunde mehr gewonnen werden, dem vielleicht eine iOS App so sehr gefällt, dass er zum iPhone wechselt. Wobei hierfür die Apple Music App schnellstmöglich überarbeitet werden sollte.