Lange wurde darüber spekuliert, ob Apple dem iPhone 7 und iPhone 7 Plus die neuen auf OLED-Technologie basierenden Displays verpassen wird. Wie sich herausgestellt hat, ist die Arbeit doch aufwendiger und die geforderten Stückzahlen bei Weitem nicht vorhanden. Nun heißt es, dass erst die iPhones des Jahres 2017 die neue Hardware verpasst bekommen. Was sind nun OLED-Displays und wird der gemeine iPhone Nutzer einen Unterschied zu jetzigen Bildschirmen bemerken? Die Antwort wird lauten: Ja!

Höchstwahrscheinlich waren nur Technikfreaks von der Meldung begeistert, wonach Apple seine künftigen iPhone-Displays auf OLED umsatteln will. Enttäuscht mussten sie erfahren, dass sich das Ganze nach hinten verzögert, je nach Analyst entweder aufs kommende Jahr oder doch erst in 2018. Die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei weiß zu berichten, dass Apple bereits in Kontakt getreten ist zu LG und Samsung, die beiden koreanischen Hersteller von Smartphones, die zudem Pioniere in der Displaytechnologie sind. Damit später keine Engpässe auftreten, trifft Cupertino schon jetzt entsprechende Vorkehrungen und bestellt entsprechende Display-Panels bei den Koreanern. Allen voran LG hat mit seinen faltbaren OLED-Displays für großes Staunen auf der einen oder anderen Messe gesorgt.

LG Fernseher OLED TV biegsam flexibel

Was aber sind die Unterschiede zu aktuellen Displays? Und ist OLED wirklich der Rede wert? Und wie! Während bei Android Phones die auf organischen Leuchtdioden basierenden Displays schon lange zum Standard gehören, setzt Apple weiterhin auf LCD-Panels. Die Vorteile von OLED überwiegen aber. Da wären zum einen der höhere Kontrast, die satteren Farben, der geringere Stromverbrauch, die geringere Wärmeentwicklung und natürlich die dünnere Bausweise. Dadurch eignen sie sich ideal für Mobilgeräte wie Smartphones und Co., denn der gewonnene Platz kann gut für den Akku genutzt werden. Einzig die geringere Lebensdauer ist ein Knackpunkt, doch kaum wird man ein Smartphone so lange nutzen, bis das Display schlapp macht.

Das Hauptargument pro OLED-Displays ist aber ihre flexible und biegsame Struktur. Dadurch gewänne Apple weitere Freiheiten im iPhone Design, da auch erstmals Curved-Modelle denkbar wären. Ähnlich dem Galaxy S7 edge könnten künftige iPhone-Displays über die Kante hinaus reichen. Das ist natürlich reine Spekulation, ebenso wie die Annahme, Apple würde die OLED-Displays lediglich fürs “Plus”-Modell verwenden. Ob schon nächstes Jahr oder doch erst 2018, da wird man sich wohl gedulden müssen.