Apple steht davor die diesjährige MacBook Produktpalette auf den Kopf zu stellen. Wie wir bereits berichtet haben, wird es aus Cupertino künftig nur noch zwei Notebooks geben: das MacBook und das MacBook Pro. In den vorzeitigen Ruhestand wurde das MacBook Air geschickt, das in diesem Jahr kein Update erhalten soll. Dafür wurde das 12 Zoll MacBook aufgefrischt, dessen Debüt im Frühjahr 2015 erfolgte. Nun die entscheidende Frage: Was kann der Neue, was der Alte nicht konnte?

Das bisher schönste Apple Notebook erschien im März 2015 und heißt schlicht und einfach “MacBook”. Kein Namenszusatz wurde angehängt, was damals schon zu Spekulationen führte. Wie nun kürzlich bekannt wurde, ist tatsächlich etwas dran am Gerücht: Apple verschlankt seine Notebook-Familie und wird künftig nur noch das 12 Zoll MacBook anbieten sowie das leistungsstärkere MacBook Pro in den Diagonalen 13 Zoll und 15 Zoll. Nun bringt Apple die Neuauflage des 12 Zöllers auf den Markt, was die Frage aufwirft: was kann in einem Jahr sonderlich verbessert worden sein? Die Antwort lautet: fast alles. Aber eben nur fast. Unsere Kollegen von 9to5Mac konnten bereits Hand anlegen und der Schmallippigkeit Apple’s was Hardwarespezifikationen angeht einen genauen Blick ins Innere entgegensetzen.

MacBook 12 Zoll April 2016 2

Das größte Update haben wohl der Prozessor sowie der Grafikchip erhalten. Während im letztjährigen Modell noch ein Intel M Prozessor für den Antrieb sorgte, nimmt nun ein kraftvollerer Prozessor seine Arbeit auf, nämlich der Intel Skylake M Prozessor. Im 2015er MacBook wurde die Wahl des Prozessors kritisiert, da dieser für kleine Laptops und alltägliche Aufgaben gut geeignet ist, hingegen nicht für einen Power User. Dieser Kritik hat Apple ein Ohr geschenkt und mit Skylake eine bessere Wahl getroffen. Allerdings: man wird keine Top Games damit zocken können, schließlich ist das MacBook nicht als Gaming PC ausgelegt. Im GeekBench Test jedenfalls ist das neue MacBook um 20 % schneller als der Vorgänger vom letzten Jahr.

Nicht nur der Prozessor, auch der Grafikchip wurde durch ein neues Modell ausgetauscht. Nun sorgt ein Intel HD Graphics 515 für die Darstellung von Bild und Film mit einer Taktrate von bis zu 1.000 MHz. Im Alten steckte noch ein Intel HD Graphics 5300 mit einer Taktrate von bis zu 900 MHz. Man sieht also, dass die Taktrate nur unerheblich höher liegt, doch dafür werden Bewegtbilder schneller und flüssiger berechnet. Apple zufolge rechnet der Grafikchip um bis zu 25 % schneller als im Vorgänger-MacBook. Aber auch hier gilt: ganz neue Games können allenfalls nur in der niedrigsten Qualitätsstufe gespielt werden.

MacBook 12 Zoll April 2016 3

Was sich als roter Faden durch die Hardware des neuen MacBook zieht ist der Stromverbrauch. Bei Prozessor wie beim Grafikchip wurde darauf Acht gegeben, den Stromverbrauch nicht zu vergrößern, sondern im Gegenteil zu senken. Da der Akku nur unwesentlich größer ist als im 2015er Modell, ist es der Sparsamkeit der einzelnen Komponenten zu verdanken, dass die Akkulaufzeit stabil bleibt. Apple zufolge sind mit dem neuen MacBook entweder 11 Stunden Filmwiedergabe in iTunes, 10 Stunden Surfen oder 30 Tage Standby möglich, bevor der Akku neuen Saft braucht.

Auf Kritik zum neuen MacBook muss man nicht lange warten und in der Tat hat Apple einige Dinge vernachlässigt. Etwa wäre ein zweiter USB C Anschluss von großem Vorteil, da die Behelfslösung, der Kauf eines Adapters, nicht bei jedem Käufer auf Euphorie stößt. Auch die FaceTime Kamera hätte durchaus moderner sein können und zumindest HD-Qualität bieten können. Stattdessen nimmt die Frontkamera lediglich in 480p auf, was dem Gesprächspartner ein etwas verpixeltes Selbst abliefern könnte. Alles in allem ist das 2016er MacBook mit 12 Zoll Display ein gelungenes Update, das aber niemandem lohnt, der schon den Vorgänger besitzt. Das MacBook wird ab dem 25. April ausgeliefert und ist ab 1.449 Euro zu haben.

Quelle: 9to5mac.com