Donald Trump wird der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der republikanische Präsidentschaftskandidat konnte sich überraschend deutlich gegen die Demokratin Hillary Clinton durchsetzen. Es wird interessant zu beobachten sein, wie sich die Wahl des unberechenbaren Immobilienmoguls auf die Big Player im US-Business, insbesondere Apple, auswirken wird.

Apple unterstützt traditionell die Republikanische Partei im US Wahlkampf. In diesem Jahr jedoch – bedingt durch frauenfeindliche, homophobe und vulgäre Aussagen von Donald Trump – hat das Unternehmen aus Cupertino ihre Unterstützung aufgegeben. Zwar stellt Apple traditionell keine hohen Spendenbeträge zur Verfügung, sondern unterstützt die Republikaner mit technischem Gerät wie Smartphones und Tablets. Doch es steht außer Frage,  dass die Entsagung der Unterstützung durch Apple vielmehr einen symbolischen Akt hatte. Apple wollte den polarisierenden Präsidentschaftskandidaten nicht unterstützten.

Trump seinerseits kritisierte häufig, dass Apple seine Geräte in China zusammenbauen lässt. Zudem echauffierte sich Trump über die konstante Weigerung Apples, einen Generalcode für das FBI zur Entschlüsselung eines iPhones von einem Terrorverdächtigen bereitzustellen.

Worst Case eingetreten – und nun?

Nun wird Donald Trump der nächste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Zu glauben vermochten es bis zum heutigen Morgen unserer Zeit insbesondere hierzulande die wenigsten. Doch die USA beweist, dass sie ein spezielles Land sind. Sogar ein Mensch, der vorher quasi nichts mit der Politik zutun hatte, kann es zum Präsident schaffen. Abgesehen von den politischen Entscheidungen wird insbesondere auf wirtschaftlicher Ebene interessant zu sehen sein, wie sich Trump und die Big Player begegnen werden.

Es erscheint sehr unwahrscheinlich, dass Apple seine Produktion in die USA verfrachten wird, um aus iPhone und co. ein reines Made in USA Gerät zu machen. Dies würde sich für das Unternehmen nicht lohnen, was auch Donald Trump als erfahrenem Unternehmer klar sein dürfte.

Zudem ist Tim Cook homosexuell. Trump hat sich dagegen mehrfach homophob geäußert. Es erscheint schwierig, ein gutes Verhältnis zwischen Apple und dem Präsidenten herzuleiten. Auf zu vielen Ebenen ist man zu verschieden.

Andererseits ist der Wahlkampf nun vorbei. In der Vergangenheit hat sich durchweg gezeigt, dass Wahlkampf und Realpolitik nur wenig miteinander gemein haben. So könnte am Ende eine unerwartet Lösung eintreffen, nämlich, dass alles beim Alten bleibt. Wir sind gespannt.