Auf der diesjährigen WWDC musste die Software der Hardware Platz machen. Kaum wurde eine halbe Stunde über Updates zu iOS, macOS und Co. referiert, ging es direkt rüber zu MacBook Pro, iPad Pro und iMac Pro. Die vielen Pro’s überraschen indes nicht, stand Apple unter Druck starke Hardware für professionelle Nutzer abzuliefern. Die Konferenz war eine spannende Show mit tollen neuen Geräten, auf die wir jetzt einen Blick werfen. Natürlich gleich nach der Software.

Die WWDC 2017 läuft noch bis Freitag, allerdings wurden alle wichtigen Ankündigungen bereits gemacht. Interessant ist das Event nur noch für Entwickler, die es kaum abwarten können Hand anzulegen an iOS 11, macOS 10.13 High Sierra und Co. Je früher sie ihre Arbeit aufnehmen können, umso besser. Denn wenn iOS 11 im Herbst erscheint, soll das Mobilbetriebssystem fit sein für Augmented Reality, Virtuelle Realität und Künstliche Intelligenz. Bereiche, in denen Apple große Fortschritte machen konnte, allen voran mit dem Aushängeschild Siri. Werfen wir zusammen einen Blick auf die wichtigsten Vorstellungen der Konferenz…

Updates für die gesamte Palette – iOS 11, macOS High Sierra, tvOS 11 und watchOS 4

Trotz der vielen Hardware ist die WWDC natürlich in erster Linie eine Software-Konferenz. Es wurden Updates zum gesamten Software-Angebot Apple’s vorgestellt, darunter iOS 11, macOS 10.13 High Sierra sowie tvOS 11 und watchOS 4. Zum Betriebssystem für Apple TV lässt sich sagen, dass bald auch das Angebot von Amazon Prime Video einzieht. Und was die Uhren angeht, die sehen endlich richtig schick aus mit der neuen Software.

Was iOS 11 angeht wird es mit ARKit und CoreML ausgestattet, Tools mit denen Entwickler künftige Apps basteln können. Mit ARKit können Augmented Reality Anwendungen entwickelt werden, während CoreML alles abdeckt was mit Künstlicher Intelligenz zu tun hat. Smartphones, insbesondere das iPhone, werden dieses Jahr deutlich smarter. Auf dem iPad erleichtert iOS 11 indes die Bedienung, etwa mit einfachem Drag-and-Drop von Dateien oder Web-Adressen. Mit macOS 10.13 High Sierra können sich Nutzer darauf freuen weniger von Werbevideos genervt zu werden. Dank Autoblock wird das Abspielen solcher Videos in Safari unterbunden, während mit Apple File System (APFS) leichter Dateien sortiert werden können. Wir sind gespannt darauf, welche Features noch im neuen iOS und macOS schlummern.

Jede Menge Hardware – Kraftmaschine iMac Pro stellt alles in den Schatten

Im Vorfeld der Konferenz war klar, dass neue Hardware kommt. Mit dabei war ein auf 10,5 Zoll geschrumpftes iPad Pro mitsamt neuem Apple Pencil und Hardware-Updates zum bestehenden MacBook Line-up. Während der Bestseller MacBook Air eine Auffrischung erhielt, verpasste Apple dem MacBook Pro den neuesten Intel Chip “Kaby Lake”. Dieser bringt im Vergleich zum Vorgänger mehr Leistung bei besserer Energieeffizienz, sprich weniger Stromverbrauch. Unterdessen wurde die Arbeitsspeicher-Grenze des 12 Zoll MacBook auf 16 GB RAM erhöht.

Schmuckstück der vorgestellten Hardware aber war der iMac Pro. Der neue Apple Computer soll alles ausbessern, was im Mac Pro gefehlt hat, darunter eine extrem starke Ausstattung. Wahlweise lässt sich der iMac Pro mit 18-Kern Xeon Prozessor (4,5 GHz) sowie 128 GB RAM und eine Grafikkarte mit 32 GB RAM konfigurieren. Das kostet mehrere Tausend Dollar, wer aber als professioneller Nutzer etwa an aufwendigen Grafiken arbeitet, hat mit dem iMac Pro das richtige Arbeitswerkzeug.

HomePod – Der smarte Lautsprecher für daheim

Viele Wochen wurde darüber spekuliert, ob Apple einen smarten Lautsprecher nach dem Vorbild Amazon’s präsentiert. Der als “Siri Speaker” bekannte Lautsprecher entpuppte sich auf der WWDC dann als “HomePod”. Im schicken schwarzen oder weißen Zylinder steckt Sprachassistent Siri, der bei allen möglichen Alltagsfragen aushilft. So liefert HomePod auf Sprachbefehl hin Sportergebnisse, das Wetter, kann Termine anlegen oder daran erinnern und spielt natürlich Musik ab. Alles per Stimme und ohne eine Taste zu drücken. HomePod reagiert sogar auf die Stimme des Nutzers, selbst wenn die Musik auf hoher Lautstärke läuft.

Was den Datenschutz angeht versichert Apple, dass alle Anfragen anonymisiert an den Apple Server weitergeleitet und von dort zurückkommen. HomePod wird ab Dezember in den USA, Großbritannien und Neuseeland zum Preis von 349 US-Dollar verkauft. Wann genau und mit welchem Preisschild HomePad hierzulande erscheint wurde nicht mitgeteilt. Wir sind aber mehr als gespannt auf die ersten Praxistests und ob Apple’s Neuling es mit Amazon Echo aufnehmen kann…

Bild: 9to5mac.com