So viel wurde zum kommenden iPhone Topmodell im Laufe des Jahres gesagt und geschrieben, dass man leicht den Überblick verlor. Spätestens seit der versehentlich veröffentlichten HomePod Firmware ist aus Spekulation eindeutige Gewissheit geworden. Bei vielen Features lautete die Frage nicht ob, sondern wie Apple sie einbaut. Und nun wurde am Wochenende wurde der wohl größte Apple Leak veröffentlicht. Der Name des brandneuen Jubiläumsmodells: iPhone X.

Mehrere US-Blogs erhielten am Wochenende die noch unveröffentlichte iOS 11 Software zugespielt. Dort fanden sie nicht nur den Namen des Jubiläumsmodells sowie der beiden anderen Geschwister. Auch zahlreiche Details etwa zum Home Button, der Kamera und 3D-Fähigkeiten waren enthalten. Ein Desaster für Apple, denn das iPhone Event steht schon bereits morgen Abend an. Ein Desaster ist es auch deshalb, weil sich Apple seit 2012 die Bekämpfung von Informationslecks auf die Fahnen geschrieben hat. Denn scheinbar wurden die Infos von einem unbekannten Apple Mitarbeiter an die Presse weitergegeben. Trotz des Leaks dürfte das morgige Event dennoch reichlich Aufmerksamkeit erfahren, sieht man doch das Produkt einer zehnjährigen Entwicklungsgeschichte.

iPhone X – Zehn Jahre Entwicklung in einem Gerät

Das iPhone X, so der finale Name des Jubiläumsmodells. Das X dürfte dabei nicht nur als römische Ziffer für die Zahl Zehn gelten, es deutet auch etwas Revolutionäres an. Statt es also iPhone 8 zu nennen, entschied sich Apple für einen Namen, der einen Bruch andeutet. Ein Bruch mit dem bisherigen Design, der Bedienung und der Software. Allen voran beim Design lässt sich dies sehr gut erkennen. Die Front ist bis auf die obige Aussparung für Frontkamera, Ohrhörer und Sensoren komplett verglast. Das Display reicht bis an die Gehäuseränder, was das iPhone X schick, schlank und elegant erscheinen lässt. Das Ganze ging so weit, dass Apple gar den physischen Home Button zugunsten eines virtuellen Buttons gestrichen hat. Auch die Rückseite ist verglast, was ein kabelloses Aufladen ermöglicht.

Weitere iPhone X Features sind: Gesichtserkennung Face ID, kabelloses Aufladen, vertikal ausgerichtete Dual-Kamera, Virtuelle Realität sowie Augmented Reality Features, besserer Schutz vor Wasser und Staub, der brandneue A10X oder A11 Chip und zuguterletzt iOS 11.

iOS 11 – Mit etwas Zauber zum eigenen Emoji-Gesicht

Neben dem neuen Look warten die meisten Neuerungen aufseiten der Software. Mit iOS 11 ändert sich das Nutzererlebnis, denn der weggefallene Home Button muss ja ersetzt werden. Bei der Bedienung braucht es also keines allumfassenden Knopfs mehr, sondern einer smarten Anordnung der Elemente. Demnach wird man durch eine Wischgesten von unten nach oben ein neues Menü öffnen können. Und wer auf die seitliche Taste doppelt tippt, der aktiviert Apple Pay. Ein langes Drücken schaltet Siri ein. So weit, so einfach.

Wem das Entsperren via Touch ID bislang gefallen hat, den dürfte Face ID umhauen. Die in der Frontkamera untergebrachte Gesichtserkennung eignet sich zum Entsperren wie zum Bestätigen von Online-Einkäufen. Das System soll im Vergleich zu Touch ID schneller, sicherer und zuverlässiger arbeiten. Eine nette Spielerei darf natürlich nicht fehlen. Mit der App “Animoji” kann man seine eigenen Gesichtsausdrücke auf niedliche Tierchen übertragen. Damit zeigt Apple wie ernst es der Firma mit 3D-Fähigkeiten ist.

Preis und Release – Vierstellige Summe fürs iPhone X

Dem Event am 12. September folgt der Release des iPhone X, iPhone 8 und iPhone 8 Plus am 22. September. Vorbesteller erhalten ihr Gerät bereits am 15. September. Während das iPhone 8 (649 $) und 8 Plus (769 $) in etwa gleich kosten wie das aktuelle Line-up, wird das iPhone X neue finanzielle Grenzen ausreizen. Angeblich gibt es das kleinste iPhone X Modell mit 64 GB Speicher für ab 1.000 US-Dollar. Man darf gespannt sein, was Apple morgen alles enthüllt.

Bild: 9to5mac.com