Heute Abend wird neben der lang erwarteten neuen iPhone Generation auch iOS 11 vorgestellt. Dank der Software, die übers Wochenende geleakt ist, wissen wir so gut wie alles über das Jubiläumsmodell iPhone X. Und natürlich haben wir auch einiges über die bald erscheinende iOS Version erfahren können. So etwa zum Thema Sicherheit, auf den Apple stets großen Wert legt.

Apple und Datenschutz gehen Hand in Hand, das konnte der Konzern in der Vergangenheit öfters unter Beweis stellen. Auch was die Sicherheitsfunktionen angeht sind iPhones deutlich sicherer als Android Geräte. Wer seine Daten nicht einfach so im Netz hergibt, dessen iPhone ist vor fremden Zugriff geschützt. Und da Hacker immer einfallsreicher werden, muss auch Apple immer mehr Arbeit in seine Sicherheitsfeatures stecken. Das Ganze wird mit iOS 11 selbstverständlich fortgeführt.

Zwei neue Funktionen erweitern die Möglichkeiten seine Privatsphäre zu schützen. Das eine Feature aktiviert sich nach schnellem fünfmaligen Drücken des Einschaltknopfes, woraufhin ein SOS Modus aktiviert wird. In dem darauffolgend angezeigten Bildschirm findet man einen Schieberegler, der, wird er genutzt, den für Notfälle hinterlegten Kontakt über den Standort des Nutzers benachrichtigt. Möchte man den SOS Modus verlassen, ob man den Regler nun betätigt hat oder nicht, wird Touch ID deaktiviert und die Eingabe des PIN Code nötig.

Die Idee dahinter ist, dass man selbst kontrolliert den Fingerabdrucksensor ausschaltet und auf den PIN umsteigt. Scheinbar ist diese Funktion besonders für US-Amerikaner wichtig. Der Schutz der Privatsphäre wird doch nicht so hoch gehalten wie in Deutschland und es kam wohl schon vor, dass iPhone Besitzer gezwungen wurden ihren Finger auf Touch ID abzulegen. Oder aber der Fingerabdruck wurde aus der Datenbank gezogen. Ein Passwort aus jemandem herauszuquetschen ist da deutlich schwieriger als kurz mal die Hand aufs iPhone zu packen.

Die zweite große Neuerung im Bereich Sicherheit dreht sich rund um den Lightning Anschluss und das Verbinden mit PC’s und Macs. Mit iOS 11 genügt künftig nicht nur das Anschließen und Bestätigen des Dialogfensters, dass man dem Computer vertraut. Auch ist Touch ID von seiner Rolle hier entfernt worden, stattdessen gelingt die Verbindung nur nach Eingabe des PIN Codes.

Dadurch, dass Touch ID im Jubiläums-Modell iPhone X fehlt, macht es Sinn vermehrt auf den PIN umzusteigen. Aber auch so ist ein im Kopf gespeichertes Passwort deutlich sicherer als der physische Zugang zum Gerät. Schon kurz nach Veröffentlichung der ersten Fingerabdrucksensoren wurden diese von Experten mit einfachen Mitteln geknackt. Solange es keine Technik gibt, die unsere Gedanken lesen kann, sind Passwörter die sicherere Alternative. Nur könnte man den PIN Code ruhig auf fünf Stellen erhören, was die möglichen Kombinationen ungemein vervielfacht.

Bild: twitter.com