Apple gibt sich gerne geschlossen was Details zu Komponenten anbelangt. Und das betrifft auch das Jubiläumsmodell iPhone X, das mit der bis dato stärksten Hardware ausgestattet ist. Statt beim Prozessor also die Taktrate zu nennen, wird lediglich die prozentuale Steigerung zum Vorgänger beworben. Während sich viele unter 30% höherer Grafikleistung etwas vorstellen können, wollen es viele andere genauer wissen. Nun haben wir die genauen iPhone X Spezifikationen vorliegen, frisch aus China geliefert.

Nach dem Release des iPhone X, eigentlich auch schon vorher, brannte es vielen auf den Nägeln zu wissen wie das iPhone X eigentlich ausgestattet ist. Die von Apple gewohnten Angaben in Prozent sind zu schwammig und sagen nichts über die Hardware aus. So bleibt unklar wie groß der Akku oder Arbeitsspeicher und wie stark der Prozessor tatsächlich sind. In offiziellen Dokumenten aber sind solche Details enthalten. Nun wissen wir alles über das iPhone X dank eines Papiers, das Apple bei der chinesischen Telekommunikationsbehörde TENAA vorm Release eingereicht hat.

Die Dokumente enthalten alle wichtigen Spezifikationen wie die genauen Dimensionen des Gerätes, welche Frequenzbänder unterstützt werden und natürlich wie groß der Akku und stark der A11 Bionic Chip sind. Öffentlich wurden die chinesischen Dokumente durch den bekannten Leaker Steve Hemmerstoffer. Die Kapazität des iPhone X Akku beträgt demnach 2.715 mAh im Vergleich zu den 2.691 mAh des iPhone 8 Plus. Das iPhone 8 hingegen erhielt einen 1.821 mAh fassenden Akku, was bei kleinerem Display und ohne die Features des Jubiläumsmodells vollkommen ausreichend ist. Denn beim X saugen vor allem die Dual-Kamera mitsamt Face ID Technologie stark am Akku.

Auch das 5,8 Zoll messende OLED-Display gehört zu den größten Stromfressern. Eigentlich sollten OLED-Displays im Vergleich zu LCD-Bildschirmen, die etwa beim iPhone 8 und 8 Plus verwendet werden, weniger Strom in Anspruch nehmen. Der Unterschied zwischen beiden: OLED-Displays beleuchten nur jene individuellen Pixel, die eine Farbe darstellen. Schwarze Bereiche werden nicht beleuchtet, was letztlich weniger Strom verbraucht. Dass es beim iPhone X nicht der Fall ist, liegt womöglich an Änderungen, die Apple am sogenannten Display Controller vorgenommen hat.

Und zuguterletzt der Prozessor, der aus sechs Rechenkernen besteht. Zwei davon, Monsoon, sind für Hochleistungsaufgaben verantwortlich, während die vier anderen Mistral genannten Kerne für alltägliche Aufgaben schuften. Diese Kombination aus extrem starken und “normalen” Rechenkernen schont insgesamt den Akku, da je nach Aufgabe diese oder jene Bereiche des Prozessors aktiviert werden. Laut Apple zeigt Monsoon eine 25% höhere Leistung im Vergleich zum Vorgänger A10 Chip. Die vier anderen Rechenkerne kommen indes auf eine 70% gesteigerte Leistung im Vorgängervergleich.

Nun kennen wir dank den Dokumenten die genaue Taktrate: der A11 Bionic Chip hat eine Leistung von 2,4 GHz pro “Monsoon” Rechenkern. Wie stark die vier kleineren sind ging nicht aus den Dokumenten hervor. Der Arbeitsspeicher beträgt indes 3 GB RAM, also genau so viel wie beim iPhone 8 Plus. Das iPhone X wird am 3. November erscheinen und kann ab dem 27. Oktober vorbestellt werden. Mal sehen welche Details noch ans Tageslicht geraten…

Bild: appleinsider.com