In den vergangenen Tagen tauchten Fotos in Sozialen Medien auf, die aufgeplatzte iPhone 8 Plus Modelle zeigen. Zwei Kunden aus Japan und Taiwan scheinen vom Hardware-Problem betroffen zu sein. Was genau die Ursache für die geschwollenen iPhones ist steht noch nicht fest. Apple untersucht nun die Ursache des Schadens, der bislang nur wenige Kunden zu betreffen scheint.

Wie mit jedem neuen Release sind auch die neuen iPhone Modelle nicht vor Anfangsschwierigkeiten verschont. Aktuell handelt es sich um zwei Fälle von aufgeplatzten iPhone 8 Plus Modellen, bei denen sich das Display vom Rahmen löst. Während der eine Schaden wohl beim Aufladen des iPhone 8 Plus entstand, wurde das andere bereits beschädigt angeliefert. Während Transportschäden nun mal vorkommen können, ist ein womöglicher Batteriedefekt deutlich schwerwiegender. Aber: noch ist die Ursache des aufgeplatzten Modells unklar.

Die Käuferin aus Taiwan soll ihr iPhone 8 Plus mit originalem Apple Kabel aufgeladen haben. Nach nur wenigen Minuten hat sich das Gerät gewölbt, bis sich das Display vom Rahmen löste. Bei einem gefälschten Kabel wäre sowas durchaus möglich, da die Stromstärke und -spannung nicht ans iPhone angepasst ist. Aber dass es ein originales Kabel war lässt Befürchtungen aufkommen, dass die iPhone 8 Plus Batterie anfällig für Schäden ist. Dieses Modell sowie dasjenige mit Transportschaden wurden bereits an Apple zur weiteren Untersuchung geschickt.

Hier werden Parallelen zum Galaxy Note 7 Desaster sichtbar. Das im Herbst 2016 veröffentlichte Samsung Phablet musste nur wenige Wochen nach Marktstart zurückgerufen werden. Grund dafür war ein defekt verbauter Akku, der das Gerät zum Überhitzen und gar Verbrennen brachte. Es entstand nicht nur Schaden an Personen und Gegenständen, auch Samsung musste eine herbe PR-Schlappe einstecken.

Interessant ist, dass die beim Note 7 verwendeten Akkus vom chinesischen Hersteller ATL stammen. Ebenjene Firma versorgte Apple teilweise auch mit Akkus fürs iPhone 8 Plus. Ob der Zulieferer weiterhin defekte Batterien vertreibt, dürfte eigentlich nicht der Fall sein. Auch dass Apple ohne genaue Überprüfung der Akkus diese verbaut gilt als unwahrscheinlich.

Immerhin hat der Konzern schnell reagiert und angekündigt die betroffenen Geräte zu untersuchen und Kunden zu entschädigen. Ein spezielles Experten-Team, das die ersten Rückrufgeräte untersucht, ist mit der Aufgabe vertraut worden. Grund zur Sorge gibt es erst, wenn sich diese Einzelfälle in nächster Zeit häufen sollten. Bislang sieht es aber nicht danach aus.

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