Ein alljährlich wiederkehrendes Gerücht besagt, dass das neueste iOS Update das iPhone verlangsamt. Allen voran ältere iPhone Modelle scheinen das aktuellste Update nur schwer zu verdauen. Grund dafür soll angeblich Apple’s böse Absicht sein ältere Modelle zu verlangsamen, damit die betroffenen User Geld fürs neue iPhone ausgeben. Nun haben Forscher das Thema untersucht und gelangen zu einem ganz anderen Ergebnis.

Was ist der Ursprung des Lebens und warum wird das iPhone nach einem iOS Update langsamer? Zweifelsohne Fragen, die die Menschheit bewegen. Und zumindest eine davon scheint mittlerweile beantwortet zu sein. Auf die Erkenntnis über den Ursprung der gesamten Existenz müssen wir uns leider noch gedulden. Aber was angeblich verlangsamte iPhones angeht, dazu gibt es jetzt eine Antwort. Und die stammt vom Benchmark-Unternehmen Futuremark.

Wenn über einen Sachverhalt Uneinigkeit herrscht, dann können Daten helfen. Solide und aussagekräftige Daten, die etwa auch Benchmarks abliefern, also Leistungstests für alles was mit digitaler Performance zu tun hat. Und so wurden zahlreiche Nutzerdaten gesammelt, um das Mysterium aufzuklären, ob iOS Updates das iPhone langsamer machen. Die Antwort: ein klares Nein.

Gesammelt wurden die Daten durch das kostenlose Benchmarking-Tool “3D Mark”. Jeder, der wissen möchte wie flott sein Gerät arbeitet, kann sich die App runterladen. Jedenfalls haben die Daten ergeben, dass das iPhone trotz iOS Update keineswegs an Performance einbüßt. Ganz besonders unter die Lupe genommen wurden die Leistungen des Grafikchip (GPU) sowie des Prozessors (CPU).

Das älteste untersuchte Gerät war das iPhone 5s, das iOS 11 noch spendiert bekam. Was die CPU- als auch GPU-Performance angeht sind zwischen April 2016 und September 2017 keine Unregelmäßigkeiten festzustellen. Die minimalen monatlichen Abweichungen hängen laut Futuremark mit kleineren iOS Updates zusammen, die man als User im Alltag aber nicht spüren sollte.

Was das iPhone 6 angeht ist die Grafikleistung im Laufe der Zeit sogar gestiegen und erhielt mit dem iOS 11 Update sogar einen Spitzenwert. Allerdings hat die CPU-Performance im Laufe der Zeit nachgelassen, allerdings schon ab Mai 2017, also gut vier Monate vor Release von iOS 11. Beim iPhone 7 schwankte die Grafikpower schon lange vor der neuesten Software und erhielt mit iOS 11 ebenfalls einen Boost.

Futuremark stellt also fest, dass Apple einen guten Job macht auch ältere iPhones mit neuer Software zu versorgen. Es gibt allerdings Situationen, in denen das iPhone tatsächlich langsamer wird, allerdings nur kurzfristig. Das passiert etwa nach iOS Updates, die neue und leistungshungrige Features einführen. Auch der psychologische Aspekt spielt laut Futuremark eine Rolle. Weiß der Nutzer um ein neues Modell, so erscheint ihm sein eigenes als langsamer. Ob wir uns selbst so gut täuschen können?

Bild: appleinsider.com