Nachdem bekannt wurde, dass Apple ältere iPhone Modelle mit angeschlagenem Akku verlangsamt, will der Konzern nun die Wogen glätten. Statt den üblichen 89 Euro sollen betroffene Kunden nun für 29 Euro einen frischen Akku erhalten. Welche Geräte betroffen sind und wer von dem günstigen Akkutausch profitiert, erklären wir euch im Artikel.

Was jahrelang vermutet wurde ist von Apple Ende Dezember bestätigt worden: ältere iPhone Modelle mit einem nicht ganz leistungsfähigen Akku wurden seitens iOS ausgebremst. Damit wollte Apple sicherstellen, dass das iPhone sich nicht plötzlich abschaltet oder einfriert. Diese Methode wurde seit rund einem Jahr angewandt und betrifft das iPhone 6, iPhone 6s, iPhone 7, iPhone 8, iPhone X sowie das iPhone SE. Besitzer dieser Modelle mit Akku-bedingter schwächerer Performance können nun ihr Gerät zum Akkutausch einreichen. Voraussetzungen sind, dass der Kunde gewillt ist die 29 Euro Eigenanteil zu zahlen und dass das Gerät nicht anderseits beschädigt wurde.

Einige Berichte tauchten auf, wonach Apple Store Mitarbeiter betroffene Kunden ohne Akkutausch wegschickten. Grund dafür sei, dass das iPhone den Diagnosetest überstanden habe. Nun bestehen auch jene iPhone Modelle den Test, die über einen angeschlagenen Akku verfügen. Daraufhin wies Apple seine Mitarbeiter an die Geräte trotz bestandener Diagnose einem Akkuwechsel zu unterziehen. Üblicherweise werden Akkus unter der AppleCare Garantie dann kostenfrei ausgetauscht, wenn die maximale Akkukapazität bei 80 % des ursprünglichen Werts liegt.

Überraschenderweise ist ein gewaltiger Shitstorm ausgeblieben, was durchaus zu erwarten gewesen wäre. Doch Apple’s öffentliche Entschuldigung mitsamt technischer Erklärung scheint die Gemüter beruhigt zu haben. Hinzu kommt, dass betroffenen Kunden ein günstigerer Akkutausch angeboten wird. Der Service wird weltweit und das gesamte Jahr 2018 durchgehend angeboten.

Dass Apple ohne Einwilligung der Nutzer das Gerät leistungstechnisch drosselt ist eine unschöne Sache. Schließlich kann man den Nutzern mit entsprechenden Tools wie etwa einem Batterie-Management-Software zutrauen, dass sie selbst zwischen der Schonung des Akkus und Leistung wählen können – (mit dem nächsten iOS Update soll solch eine Software kommen). Auf der anderen Seite sind Smartphones anderer Hersteller von einer höheren Rate an Abstürzen betroffen, was daran liegen mag, dass hier nicht gedrosselt wird. So oder so kann man einen Grund zum Aufregen finden, aber besser ist es natürlich die Nutzer und künftigen Käufer über die technischen Gegebenheiten zu informieren.

Bild: appleinsider.com