Mit dem baldigen Erscheinen von iOS 11.3 für alle Nutzer erfüllt Apple ein wichtiges Versprechen. Das Update bringt nämlich die Batterie-Einstellungen mit, die nach Bekanntwerden der Verlangsamung älterer iPhone-Modelle gefordert wurde. Darüberhinaus beinhaltet das Update viele Neuerungen zum ARKit, Nachrichten, Animoji oder HomeKit. Ein genauer Releasetermin steht aktuell nicht fest, aber da Entwickler nunmehr die iOS 11 beta 4 in Händen halten, dauert es wohl nicht mehr lange.

Wer an Apple’s Beta-Programm teilnimmt erhält derzeit die vierte Beta von iOS 11.3 zugesandt. Da die meisten Features bereits integriert sind, geht es hier vornehmlich um Feinarbeiten rund um Bugfixing und Performance-Stabilität. Und da es sich bereits um die vierte Beta handelt, nachdem vor knapp zwei Wochen die dritte erschien, kann der Release für die Allgemeinheit nicht mehr allzu fern sein. Was steckt also alles im Update?

Batteriezustand – Nutzer erhalten Kontrolle über ihren Akku

Während die erste iOS 11.3 Beta neue Inhalte zur Health-App sowie mehr Animojis beinhaltete, bekam man mit der zweiten Beta genau das, was Apple Ende letzten Jahres versprochen hat. Nämlich das Akku-Management Feature, das Apple schlicht “Batteriezustand” nennt. Als letztes Jahr nach einem ausführlichen Test bekannt wurde, dass Apple ältere iPhone-Modelle zugunsten der Systemstabilität drosselt, war der Aufschrei verständlicherweise groß. Der Verdacht scheint sich bestätigt zu haben, wonach Apple mithilfe von iOS-Updates ältere iPhones verlangsamt, um deren Besitzer zum Upgrade auf ein neueres iPhone zu zwingen. Der Konzern selbst versichert, dass mit der Leistungsminderung lediglich verhindert werden sollte, dass sich die mit einem alten Akku ausgestatteten Geräte plötzlich abschalteten.

Jedenfalls wurde Transparenz versprochen, die sich mitunter im Batteriezustand-Menü zeigt. Hier erfährt der Nutzer auf einen Blick wie “gesund” sein Akku denn ist und ob ein baldiger Akkuwechsel nicht ratsam wäre. Dies kann man am Punkt “Maximale Kapazität” ablesen, die mit jeder Aufladung allmählich abnimmt. Insgesamt kann ein Smartphone rund 500 mal aufgeladen werden, bevor die maximale Kapazität auf rund 80 % des Urpsungswerts absinkt. Das entspricht etwa anderthalb bis zwei Jahren, in denen ein Akku als gesund bezeichnet werden kann. Übrigens, wer will, kann die System-bedingte Drosselung des Systems deaktivieren. Allerdings riskiert man dann plötzliche Abstürze.

iOS 11.3 – All diese Features erwarten euch mit dem Update

So, und was steckt noch in iOS 11.3 drin? Freunde der virtuellen Realität, oder genauer der erweiterten Realität (Augmented Reality), kommen mit dem Update auf ihre Kosten. Die Software ARKit befindet sich dann in Version 1.5 und kann nun auch Objekte an virtuellen Oberflächen anbringen. War es bisher nur möglich Dinge auf eine horizontale Fläche zu platzieren, können digitale Objekte nun auch an Wänden “aufgehangen” werden. Auch das iPhone X Feature Animoji wird mit weiteren Inhalten ausgestattet, sodass man sein Gesicht in einen Löwen, einen Bären oder einen Totenschädel transformieren kann. Insgesamt gibt es dann 16 verschiedene Animojis.

Und zuguterletzt noch etwas zu AirPlay 2, dem Streaming-Feature aus dem Hause Apple. Das merkwürdigerweise in den ersten beiden Betas enthaltenen Details zur AirPlay 2 sind aus der dritten und jetzt vierten Betaversion entfernt. Ob das Feature bereits mit iOS 11.3 startklar ist oder nicht lässt sich derzeit nicht sagen. Wenn das Feature aber einzieht, dann lassen sich damit vom iPhone aus mehrere Apple TV’s oder HomePods steuern. Dank diesem “Multi-Room Support” ertönt aus jedem Apple Gadget in jedem Raum der Ton simultan.

Sobald das Update auf iOS 11.3 erscheint, wissen wir dann endgültig welche der Features eingezogen ist und welches nach hinten verschoben wird. Wir behalten das Ganze weiter im Auge!

Bild: wikipedia.org, apple.com