Viele Aspekte des neuen iPhone Line-up sind noch unbekannt, aber einige wichtige Details scheinen bereits festzustehen. So werden diesen Herbst gleich drei verschiedene iPhone Modelle erscheinen, die sich in Größe und Qualität unterscheiden sollen. In Bezug auf den möglichen Verkaufspreis waren sich Analysten und Experten aber bisher nicht einig. Ein neuer Bericht aus Fernost aber gibt allen Grund zur Hoffnung, dass der Einstieg in die iPhone Welt mit den im Herbst erscheinenden Modellen günstiger ausfällt.

Dass das kommende iPhone Line-up günstiger ausfällt als das vorherige hat man schon oft gehört. Und immer wieder krabbelten die Preise allmählich nach oben. Mit dem iPhone X war dieser Umstand am deutlichsten, denn das Jubiläumsmodell wurde hierzulande für stolze 1.149 Euro verkauft. Ob die hinter den Erwartungen gebliebenen Verkaufszahlen des iPhone X auch mit dessen Preis zusammenhängen? Gut möglich, weshalb Apple auch diesen Herbst die Preise nach unten schrauben wird. Zumindest für das unspektakulärste Modell des diesjährigen Line-ups mit 6,1 Zoll LCD Display. Die beiden anderen Modelle sind: ein 5,8 Zoll iPhone mit OLED Display, das als Nachfolger des aktuellen iPhone gilt. Und ein größeres 6,5 Zoll iPhone mit OLED Display, das als “iPhone X Plus” gehandelt wird.

Der üblicherweise sehr treffsichere Apple-Analyst Ming-Chi Kuo hat in einem Schreiben an Investoren seine Einschätzung des iPhone Preises mitgeteilt. Demnach scheinen sich die Preise für jedes einzelne Modell zu unterscheiden, da sie entweder mit einem oder aber zwei SIM-Steckplätzen kommen. So wird das 6,1 Zoll Modell mit LCD Bildschirm und einer einzelnen SIM-Karte zwischen 550 und 650 US-Dollar kosten. Die Variante mit Dual-SIM soll es dann für 650 bis 750 US-Dollar geben. Ob Apple tatsächlich seine neuen iPhones mit Dual-SIM ausstattet, ist noch unklar. Apple CEO Tim Cook hat aber vor Monaten seine Offenheit gegenüber der eSIM signalisiert, die die klassische SIM ersetzen soll. Bei der “embedded SIM” wird keine Karte mehr ins Smartphone hineingesteckt, sondern ist fest im Gerät eingebaut. Wie praktische das Ganze ist, müssen Praxistests zeigen.

Jedenfalls wäre es eine echte Überraschung, sollte Apple den Preis für ein brandneues iPhone tatsächlich auf 550 Dollar festsetzen. Was sich dieser Preis auf das Kaufverhalten auswirkt, wird ebenfalls interessant zu beobachten sein. Es droht für Apple die Gefahr, dass potentielle Käufer vermehrt auf das 6,1 Zoll Modell zugreifen und die teureren und qualitativ höherwertigen Modelle links liegen bleiben. Ob Apple seine eigenen Verkaufszahlen “kannibalisiert” oder aber das Gegenteil der Fall sein wird, das erfahren wir wohl erst zum kommenden Winter. Bis dahin halten wir die Augen nach interessanten neuen Infos offen.

Bild: 9to5mac.com