Die durch das Coronavirus verursachten Auswirkungen sind nicht nur in der Gesellschaft zu spüren bzw. zu sehen, sondern auch in der digitalen Welt. So hat etwa das Online Medium „t3n“ berichtet, dass in den letzten Wochen einige der im Apple App Store zu findenden Anwendungen verstärkt runtergeladen worden sind. In einigen Kategorien gab es sogar explosionsartige Anstiege.

In erster Linie werden „Business“-Apps runtergeladen – auf dem zweiten Platz liegt die Kategorie „Bildung“

Man könnte meinen, das Coronavirus sei ein Treiber der Digitalisierung. Seit das Virus nämlich auf dem gesamten Planeten für Chaos sorgt, dürfen sich fast alle App-Anbieter über gestiegene Downloadzahlen freuen. Die Analysefirma „Appfigures“ hat sich besonders intensiv mit den Apps aus dem Apple Store befasst und festgestellt, dass es einen Anstieg in fast allen Kategorien gegeben hat.

Ein besonders starkes Wachstum konnte in der Kategorie „Business“ verzeichnet werden. Vor allem auch deshalb, weil es hier Organisations- wie Videokonferenz-Tools gibt, die aufgrund des verstärkten Home Office-Betriebs immer häufiger zum Einsatz gekommen sind. Blickt man auf die Downloadzahlen derartiger Anwendungen seit Ausbruch der Pandemie, so liegt man bei einem Plus von unglaublichen 285 Prozent.

Ein ähnlich starkes Plus gab es in der Kategorie „Bildung“. Hier konnte man einen Anstieg von 276 Prozent verzeichnen. Auch das ist nicht überraschend. In einigen Ländern haben nämlich die Schulen geschlossen – um aber nicht den Anschluss zu verlieren, sind die Schüler gefordert, von Zuhause zu lernen. Und das funktioniert mit Apps, die zum Teil extra dafür geschaffen worden sind. In den Kategorien „Produktivität“ sowie „Social Network“ gab es ebenfalls Zuwächse – „Produktivität“ verzeichnete bislang ein Plus von 71 Prozent, „Social Network“ liegt bei einem Plus von rund 54 Prozent.

Es gibt aber nicht nur Gewinner: Reise- und Musik-Apps gehören zu den Verlierern

In einigen Kategorien gab es auch ein deutliches Minus. So verbuchte die Kategorie „Reisen“ ein Minus von 39 Prozent und die Kategorie „Musik“ ein Minus von 28 Prozent. Vor allem das Minus im Bereich der Reise-Apps ist keine Überraschung – das Coronavirus hat den Tourismus fast zur Gänze zum Erliegen gebracht. Das Minus im Bereich der Musik-Downloads mag hingegen überraschend sein. Die neugewonnene Freizeit lässt das Interesse an Musik scheinbar nicht steigen.

Neben der Frage, welche Apps in den letzten Wochen vermehrt runtergeladen wurden, beschäftigten sich Statistiker auch damit, nach welchen Begriffen gesucht wurde. Hier liegen ganz klar Suchbegriffe vorne, die in Verbindung mit Covid-19 stehen. Doch auch das Interesse am Bitcoin ist gestiegen. Das liegt wohl an dem bevorstehenden Bitcoin Halving.

Viele Experten gehen aus, dass die Halbierung der Rewards dafür sorgt, dass der Bitcoin einen neuen Höhenflug starten wird – und dieser soll sogleich für ein neues Allzeithoch sorgen. Im Zuge des letzten Halvings kletterte der Bitcoin vom dreistelligen US Dollar-Bereich auf fast 20.000 US Dollar. Doch der Bitcoin konnte das Niveau nicht halten und stürzte zunächst auf 10.000 US Dollar ab, bevor die Kryptowährung dann über das gesamte Jahr 2018 hinweg rund 80 Prozent des Werts einbüßte.

2019 feierte der Bitcoin dann ein Comeback: Bis Juni stieg der Preis auf fast 14.000 US Dollar – es folgte jedoch neuerlich ein Rückgang in Richtung 6.500 US Dollar. Anfang 2020 stieg der Preis wieder auf über 10.000 US Dollar – das Coronavirus ließ den Preis jedoch unter 4.000 US Dollar fallen. Wer über Bitcoin Superstar mit der Kryptowährung arbeitet, der weiß, dass es immer in die andere Richtung gehen kann. Daher sollte auch nur frei verfügbares Geld investiert werden.

Folgt man den neuesten Prognosen, so ist das neue Allzeithoch so gut wie fix. Einige Experten sehen die Kryptowährung schon bei über 100.000 US Dollar. Doch hier ist Vorsicht geboten: Der Markt ist unberechenbar – Prognosen sind zudem keine Garantie!

mann in maske

Apple hält sich weiterhin bedeckt – noch gibt es keine offiziellen Zahlen

Von Seiten Apples wurden der Öffentlichkeit aber bislang keine offiziellen Download-Zahlen präsentiert. Das heißt, Branchenbeobachter sind somit weiterhin auf die Zahlen der Drittanbieter – dazu gehört beispielsweise „Appfigures“ – angewiesen.

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