Der kurze Produktzyklus zwischen iPad 3 und iPad 4 hat bei einigen Käufern des iPad 3 für Ärger gesorgt. Schließlich hat Apple das iPad 4 nur sechs Monate nach dem iPad 3 veröffentlicht. In Brasilien sieht sich Apple nun einer Sammelklage von Kunden ausgesetzt, die den iKonzern wegen der Einführung des iPad 4 sogar verklagen und satte Forderungen stellen.

In der Klage, die vom Institute of Politics and Law Software (IBDI) angeführt wird, wirft man Apple vor, dass im iPad 3 bewusst Neuheiten zurückgehalten wurden. Nach Ansicht der klagenden iPad 3-Kunden hätte bereits im Tablet der 3. Generation der Lightning Anschluss, eine bessere Kamera und Prozessor verbaut werden können, die Apple sich aber für das iPad 4 aufgehoben hat. „Eingeplante Veraltung eines Gebrauchsguts“ lautet in diesem Fall das Stichwort.

Vorwurf: Apple hat iPad-Käufer nicht ausreichend aufgeklärt

Doch damit nicht genug. Denn zudem unterstellen die Kläger, dass das iPad 4 in Brasilien nicht adäquat als Nachfolger des iPad 3 angepriesen wurde und Käufer so unsicher bzw. unwissend waren, ob möglicherweise ein „veraltetes“ iPad gekauft wurde.

Kunden dachten, dass sie ein High-End Tablet (iPad 3) kaufen. Aber sie wussten nicht, dass es bereits veraltet ist.

Hier muss sich Apple zugegebenermaßen den Vorwurf gefallen lassen, dass die Namensgebung durchaus für Verwirrung sorgen kann. Wurden die ersten beiden Generationen noch deutlich mit der Bezeichnung iPad 1 und iPad 2 abgegrenzt, taufte man das iPad 3 offiziell „Das neue iPad“, während das iPad 4 offiziell den Namen „iPad mit Retina Display“ trägt. Die Kläger in Brasilien sehen darin eine unfaire Geschäftsstrategie.

Umtausch, Preisnachlass, Geldstrafe

Als Entschädigung fordern die Kläger einen Umtausch ihres iPad 3 durch ein iPad 4 sowie 50 Prozent Preisnachlass. Darüber hinaus wird Apple zu einer Geldstrafe in Höhe von 30 Prozent aller in Brasilien verkaufter iPad 3 aufgefordert. Wir sind gespannt, wie sich Apple äußern wird und die Klage weitergeht!

(via)