Apple stieg verspätet in den recht überschaubaren und derzeit alles andere als lukrativen Markt für Computeruhren ein. Wo Pebble und Samsung vorgelegt haben, ließ sich Apple lange bitten. Mit der Apple Watch, die im April 2015 erschien, ist das Debüt mehr als gelungen, wenn auch die Frage nach Sinn und Zweck der technisierten Armbanduhr weiterhin unbeantwortet bleibt. Das hält Apple aber nicht davon ab, eine neue und stark verbesserte Generation auf den Markt zu bringen: die Apple Watch 2.

Gegen Ende des Jahres soll die Apple Watch 2 erscheinen. Dies behauptet der allseits bekannte Analyst Ming Chi-Kuo, der schon manchen Apple Release frühzeitig vorgesehen hat, wie etwa den des iPhone SE. Ihm zufolge werden gleich zwei Modelle erscheinen. Während das eine Modell lediglich eine Verbesserung der aktuellen Computeruhr darstellt, soll es sich beim zweiten Modell um die Apple Watch 2 handeln. Dank stark verbesserter Hardware soll sie sich von der aktuellen (und ersten) Generation der Apple Computeruhren unterscheiden.

Die neue Hardware der Apple Watch 2 besteht Kuo zufolge aus einem stärkeren Prozessor, erhöhtem Schutz vor Wasser sowie einer genaueren Standortbestimmung dank eines GPS-Moduls und einem größeren Akku. Gerade das GPS-Modul scheint eine willkommene Neuerung, da die jetzige Uhr auf das iPhone angewiesen ist, wenn es um die Positionsbestimmung geht. Der Analyst geht sogar so weit, für die 2017 erscheinende Apple Watch (3?) eine LTE-Fähigkeit zu prognostizieren, wodurch die Uhr ohne Verbindung zum iPhone in der Lage wäre Telefonate durchzuführen.

Bereits im Juli diesen Jahres stellte Apple das Betriebssystem watchOS 3 vor, das eine neue Benutzeroberfläche, deutlich schnellere Reaktionszeiten als auch einen verbesserten Fitness-Assistenten beinhaltet. Die Aussichten auf reifende und funktionstechnisch verbesserte Computeruhren sind also mehr als rosig. Wenn auch die Gesamtzahl der verkauften Smartwatches in den vergangenen Monaten gesunken ist, so konnte Apple doch die Spitze in dieser Gerätekategorie für sich erobern. Und deshalb scheint auch nur Apple in der Lage dem Thema Smartwatch neuen Wind zu verpassen.