Nachdem Apple-Auftragshersteller Foxconn durch die schlechten Arbeitsbedingungen in den chinesischen Werken in den vergangenen Wochen ordentlich Kritik erntete, trat der IT-Konzern infolgedessen der gemeinnützigen Organisation Fair Labor Association (FLA) bei, die nun ihren ersten Bericht zu dem taiwanischen Unternehmen veröffentlichte. Bei ihren Untersuchungen entdeckten die FLA-Beobachter dabei 50 Verstöße gegen das chinesische Arbeitsrecht.

Insgesamt nahmen die Beobachter der FLA drei chinesische Foxconn-Werke unter die Lupe und befragten zudem 35.000 zufällig ausgewählte Angestellte. Die dabei aufgedeckten Erkenntnisse deckten sich zu einem Großteil mit bereits bekannten Problemen rund um den Apple-Auftragshersteller und dessen Umgang mit Angestellten.

So geht aus dem Bericht hervor, dass zahlreiche Mitarbeiter zu lange Arbeitszeiten haben. Teilweise sei es der Fall, dass Arbeiter sieben Tage am Stück im Werk tätig sind, ohne dass der vorgeschriebene Freitag genutzt wird. Foxconn verweist dabei allerdings auf die hohen Ausfallquoten der Arbeiter, weshalb Überstunden und lange Arbeitszeiten unabdingbar sind. Die angesprochenen Überstunden werden zudem nicht vollständig bzw. gar nicht bezahlt, wie die FLA feststellte. Die Löhne sind bei Foxconn im Vergleich zum chinesischen Durchschnitt jedoch höher, weshalb die Jobs bei dem taiwanischen Unternehmen sehr begehrt sind.
Die Umfragen unter den Arbeitern ergaben außerdem, dass sich die Mehrzahl der Angestellten große Sorgen um die eigene Gesundheit macht. Die FLA stellte dabei fest, dass die Belastung durch Aluminiumstaub zu hoch sei. Allerdings wurden die Bedingungen in den vergangenen Wochen schon optimiert. Geeignete Schutzkleidung sei nun für die Angestellten verfügbar.

Foxconn versprach im Zuge der Veröffentlichung des Berichts, dass die aufgedeckten Mängel bis zum Juli 2013 so verbessert werden, dass sie mit dem chinesischen Arbeitsrecht vereinbar sind.