Steve Wozniak, seines Zeichens Mitbegründers des IT-Konzern Apple und begnadeter Technikliebhaber, sieht die Existenz von Startups in Gefahr, die von jungen und unerfahrenen Menschen geführt werden. Die zahlreichen Innovationen und technischen Neuheiten sind seiner Meinung nach aufgrund der Klagefreudigkeit der großen Unternehmen in der Zukunft stark gefährdet.

Dabei zielt Woziak auf von prominenten Konzernen gesicherte Patente ab, deren Nutzung die innovativen Startups mit dem geringen verfügbaren Kapital teuer aufkaufen müssen. Der Apple-Mitbegründer sieht dies als große Gefahr für wichtige Neuheiten der Branche. Die hohe Anzahl an Patenten, die zahlreiche Konzerne nahezu bunkern, dient vielmehr dazu, andere Unternehmen ebenso von Innovationen fernzuhalten oder zumindest auch daran mitzuverdienen.

In einem Interview mit der australischen Zeitung Financial Review sagte Wozniak, dass ihm besonders junge Menschen mit technischem Verständnis nahe liegen, die ihre Innovationen mithilfe einer Unternehmensgründung verwirklichen wollen. Der US-Amerikaner ging einst ebenso vor und werkelte gemeinsam mit Steve Jobs in den 1970er Jahren an den ersten Computern der Firma Apple. Das Problem mit den Patenten existierte in kleinerer Form aber auch schon zu dieser Zeit. So bezahlte Apple Lizenzgebühren in Höhe von zwei US-Dollar pro verkauften Computer an ein Unternehmen, dass ein Patent besaß, das die Bildschirmdarstellung von Punkten beschreibt.