Die größten Teile aller Apple-Produkte lässt das Unternehmen aus Cupertino in China bei Foxconn herstellen. Wie bereits in mehreren Berichten geschildert wurde, sind die Arbeitsbedingungen dort nicht besonders gut. Arbeiter sind ohne jegliche Schutzmaßnahmen giftigen Dämpfen ausgesetzt, arbeiten mehr als 10, teilweise mehr als 12 Stunden am Tag in den Fabriken und erhalten einen sehr geringen Lohn.

Einen ersten Schritt gegen diese Ausbeutung und Misshandlung der Arbeitnehmer hat Apple bereits Anfang des Jahres getan, als das Unternehmen der Fair Labor Association beitrat und diese in Apples Auftrag eine unabhängige Untersuchung in den chinesischen Fabriken durchführte. In letzter Zeit melden sich jedoch immer mehr Arbeiter, die sagen, nicht nur bei Foxconn sein die Arbeitsbedingungen schlecht, sondern auch andere iPhone-Zulieferer würden unter menschenunwürdigen Bedingungen produzieren lassen. Eine Untersuchung bestätigt diese Aussagen. Neben Foxconn legen auch andere iPhone-Teile-Zulieferer kaum Wert auf einen korrekten Arbeitsschutz, sondern sind nur auf einen hohen Gewinn aus, in manchen Betrieben ist, laut des Berichts, der Arbeitsschutz noch schlechter als bei Foxconn. Neben Apple produzieren jedoch auch Samsung, LG und andere Hersteller bei Foxconn. Google zeigt mit dem Nexus Q aber, dass man auch andere Wege gehen kann. Die 299$-Set-Top-Box wird komplett in Amerika produziert, und das unter fairen Arbeitsbedingungen, ob der Produktionsstandort den Preis jedoch beeinflusst hat, ist unklar.

Sollte man sich also in Zukunft ein neues Produkt von Apple, Samsung und Co. kaufen, dann muss man sich zumindest bewusst sein, dass die Bedingungen, unter denen es produziert wurde, nicht immer fair und menschenwürdig sind.