Rolle rückwärts: Apple wird angesichts des starken Protests und Kritik zahlreicher Kunden nun doch wieder zum amerikanischen Umweltsiegel zurückkehren. In einem offenen Brief bezieht Hardware-Chef Bob Mansfield Stellung und räumt Fehler ein.
Erst letztes Wochenende wurde bekannt, das Apple seine Produkte nicht mehr mit der EPEAT-Zertifizierung (Electronic Product Environmental Assessment Tool) auszeichnen wird. Das hat im Kundenkreis für heftige Kritik gesorgt und postwendend hat sich Apple dem Druck gebeugt.
„Wir haben von vielen loyalen Apple-Kunden gehört, dass sie unglücklich mit der Entscheidung waren, dass wir unsere Produkte aus dem EPEAT-Bewertungssystem herausgenommen haben“, ließ Bob Mansfield am Freitag in einem offenen Brief verkünden. „Ich gebe zu, das war ein Fehler.“
Hier gibt es den vollständigen Brief von Bob Mansfield.
EPEAT-Chef bestätigt Rückkehr
Die 180-Grad-Wende wurde von Robert Frisbee, Chef des Umweltsiegels, bestätigt: „Alle zuvor registrierten Apple-Produkte und eine Zahl neuer Produkte sind zurück im EPEAT-System.“
Als mögliche Ursache, warum Apple überhaupt auf das EPEAT-Zertifikat verzichten wollte, wurde das neue MacBook Pro Retina genannt. Eine kompakte Bauweise erschwert sowohl die Repartur als auch das Recycling. Auch die neuen MacBook Air-Modelle sollen die gleiche Problematik aufweisen. Daraufhin hatte der IT-Gigant aus Cupertino gleich alle Geräte aus dem EPEAT-System zurückgezogen.
EPEAG-Rückkehr: Apple will Auftraggeber nicht verlieren
Doch da das Umweltsiegel von der US-Regierung unterstützt wird und sich Apple somit selber um jede Menge staatliche Aufträge gebracht hätte – was natürlich auch nicht zu unterschätzende finanzielle Einbußen bedeutet – setzt man dann doch lieber wieder auf das EPEAT-System. Schließlich wird von vielen Schulen und Verwaltungen bei der Neuanschaffungen von Computern, Tablets und Co. darauf geachtet, dass die Geräte die EPEAT-Auflagen erfüllen.







