Im Zuge der laufenden Gerichtsverfahren gegen Samsung muss Apple bisher geheime Details zur Produktstrategie preisgeben, wie unter anderem das Werbebudget für das iPhone und iPad. Laut den veröffentlichten Daten steckte der IT-Konzern mehr als eine Milliarde US-Dollar in Marketingmaßnahmen.

Apples Chef des Marketingsbereichs, Phil Schiller, verriet nun vor einem Gericht im kalifornischen San Jose die Summen, die der iPhone-Hersteller in die Vermarktung seiner Produkte investierten. Demnach gab Apple seit der Markteinführung des ersten iPhones im Jahr 2007 gut 647 Millionen US-Dollar für Werbung aus. Für das iPad der zweiten Generation wurden über 457 Milliarden US-Dollar investiert. Zusammengerechnet wurde also mehr als eine Milliarde US-Dollar an Werbeausgaben kalkuliert. Schiller gab ebenso die Zahlen des vergangenen Geschäftsjahres bekannt. 2011 wurden somit 228,6 Milliarden US-Dollar für das iPhone und 307,7 Milliarden US-Dollar für das iPad als Werbebudget festgesetzt.

Neben diesen Zahlen schilderte der Marketing-Chef aber auch seinen Eindruck, als er zum ersten Mal das Galaxy S von Samsung sah. Er sei äußerst schockiert gewesen und befürchtet, dass die Südkoreaner die gesamte Produktpalette von Apple kopieren. Ähnliches behauptet aber auch Samsung und wirft Apple vor, unrechtsgemäß Patente verletzt zu haben. Schadenersatz in Millionenhöhe wird von beiden Seiten gefordert, wie auch Verkaufsverbote einiger betroffener Produkte beider Unternehmen.