Nachdem der Apple-Auftragshersteller Foxconn aufgrund seiner Arbeitsbedingungen massiv öffentlich kritisiert wurde, gelobte das taiwanische Unternehmen Besserung und kündigte an, ein von der Fair Labor Association (FLA) vorgeschlagenes Programm zur Optimierung dieser Verhältnisse umsetzen zu wollen. Damit hat Foxconn nun begonnen, was wiederum nicht nur positiv von den Angestellten aufgenommen wird. Auch negative Rückmeldung existieren, die sich vor allem auf die Überstunden beschränken, die einige Arbeitnehmer gerne ableisteten, um mehr Geld verdienen zu können.
Doch nach dem Inkrafttreten des Programms wurden den Arbeitern die Stunden reduziert, wobei die Löhne ebenso konstant niedrig bleiben. Demnach entschlossen sich kurzerhand zahlreiche Foxconn-Mitarbeiter zur Kündigung, da keine zusätzlichen Überstunden mehr abgeleistet werden können.
Ein anonymer Arbeitnehmer sagte einer Lokalzeitung, dass er 2350 Yuan bei Foxconn verdient, wovon 190 Yuan für Sozialversicherungsbeiträge und 230 Yuan für die von Foxconn zur Verfügung gestellte Wohnung und drei Malzeiten pro Tag bezahlt werden. Danach bleibe nicht mehr viel Geld zum Leben, meint der Arbeiternehmer.
Die gegenwärtige Situation bei Foxconn ist sehr kompliziert, da keine Lohnerhöhungen geplant sind. Da viele Arbeiter explizit mehr arbeiten wollen, damit das Gehalt steigt, werden die Jobs von Foxconn nach und nach unattraktiv. Die womöglich beste Lösung der Lohnmaximierung scheint dennoch nicht infrage zu kommen. Sollte Foxconn jedoch mit einem Arbeitskräftemangel zu kämpfen haben, bleibt wahrscheinlich nichts anderes mehr übrig.







