In Rekordzeit waren alle die Tickets für die diesjährige WWDC im Juni vergriffen: Es dauerte keine zwei Minuten! Kann das wirklich stimmen? Ein Entwickler gibt sich skeptisch und vermutet, dass der Apple Server zusammengebrochen sein muss.

In seinem Blog-Eintrag meldet sich der Entwickler Marco Arment zu Wort und äußert starke Zweifel, ob Apple wirklich die kostspieligen Eintrittskarten für die Worldwide Developers Conference (WWDC) im Rekordtempo verkaufen konnte. Immerhin müssen Besucher für eines der rund 5.000 Tickets stolze 1.599 US-Dollar zahlen – exklusive Kost und Logis sowie der Flug nach San Francisco, wo die WWDC wie immer stattfindet. Nach Angaben von manchen Entwicklern waren die Tickets bereits nach 71 Sekunden vollständig ausverkauft. Zum Vergleich: Im letzten Jahr dauerte es immerhin zwei Stunden, bis Apples Hausmesse ausverkauft war. Wenn es alles ohne technische Probleme zugegangen ist, wäre das wirklich beeindruckend.

WWDC: Zweifel am rasanten Ticket-Ausverkauf

Doch genau hier gibt es berechtigte Zweifel. Zum einen hätte man laut Arment erwarten dürfen, das sich Apple zu diesem Rekordansturm und schnellem Ausverkauf äußert. Allen voran nach dem viele Medien über ein abflachendes Interesse an Apple-Produkten berichteten. Zum anderen sei auffällig, dass sich Apple nach Beendigung des Online-Verkaufs bei weiteren Entwicklern meldete und ihnen zusätzliche Karten anbot. Allein Armant weiß von 100 Entwicklern zu berichten, die von Apple kontaktiert wurden.

Die kontaktierten Entwickler wurden aber offenbar nicht zufällig ausgewählt. Vielmehr soll offenbar jeder von ihnen versucht haben, WWDC-Karten online zu bestellen. Doch nach dem die Tickets dem Warenkorb zugefügt wurden, war eine Beendigung des Bestellvorgangs nicht mehr möglich. Entsprechend liegt die Vermutung nahe, dass Apple am Tag des Online-Verkaufs einen Server-Ausfall hatte, da diese dem enormen Ansturm offenbar nicht standhalten konnten. Zudem wussten einige Besteller zu berichten, dass es zu seltsamen und ungewöhnlichen Fehlern im Rahmen der Bestellung kam. Zum Beispiel haben einige Entwickler die Kontaktdaten von anderen Bestellern sehen können.

Server-Ausfall als plausible Erklärung

Gut möglich, dass das Frontend abgestürzt ist und ein Systemfehler dazu geführt hat, dass eine Vielzahl der Warenkorb-Vorgänge fälschlicherweise als Bestell-Vorgänge interpretiert wurden und das System viel zu schnell die Meldung „Ausverkauft“ anzeigte. Wie Marco Arment weiter berichtet, hätte Apple zwar den Verkauf der WWDC Tickets neu starten können, wobei man hierfür aber einen Server-Ausfall hätte zugeben müssen und im schlimmsten Fall einen erneuten Server-Ausfall riskieren würde. Nicht unbedingt die beste Werbung! Apple entschied offenbar für die Alternative und hat die Entwickler, bei denen die Bestellungen fehlerhaft war, separat kontaktiert.

Offenbar ist selbst ein großes Unternehmen wie Apple nicht von Serverproblemen gefeit. Wer selbst bei seinem Server von Problemen heimgesucht wird, wird bei http://www.servercheck24.de/ interessante, sichere und stabile Lösungen finden.