Da Apple es nach Aufsicht der US-Aufsichtsbehörde FTC Kindern zu leicht gemacht hat, unbeaufsichtigte In-App-Käufe zu tätigen, muss der iKonzern mindestens 32,5 Millionen US-Dollar an die Eltern erstatten.

Wie die FTC bekanntgegeben hat, muss Apple all jene In-App-Käufe zurückerstatten, bei denen Kinder beim Spielen mit dem iPhone oder iPad Anwendungen heruntergeladen haben, ohne dass die Eltern das erlaubten oder überhaupt davon wussten. Zehntausende entsprechender Beschwerden habe die FTC erhalten. Doch wie konnte es überhaupt passieren, dass die Kinder problemlos Apps bzw. In-Apps downloaden konnten?

In-App-Käufe: Kinder nutzen Unwissenheit der Eltern aus

Seit 2009 gibt es die sogenannten In-App-Käufe, bei denen es sich um Zukäufe für eine App handelt. So können beispielsweise neues Levels für Spiele freigeschaltet werden. Gleichzeitig hat Apple in den Einstellungen die Möglichkeit eingeführt, um In-App-Käufe mit einem Schalter deaktiviert werden können.

Hierbei setzte Apple damals auf ein 15 minütiges Zeitfenster, innerhalb dessen Apps gekauft oder In-App-Käufe getätigt werden konnten, ohne das eine erneute Passwort-Eingabe nötig war. Während vielen Eltern dieses Zeitfenster nicht bewusst war und viele iPhones und iPads danach in den Händen der Kinder landeten, konnte diese selbstständig Apps herunterladen.

Unerlaubter App-Download wurde zu leicht gemacht

„Kinder haben Rechnungen über Millionen von Dollar ohne Wissen und Zustimmung ihrer Eltern angehäuft”, sagte FTC-Chefin Edith Ramirez. Der Vorwurf der FTC lautete, dass Apple es den Kindern zu leicht gemacht hat, im App Store Geld auszugeben. So habe in einem besonders extremen Fall ein Mädchen 2.600 US-Dollar für ihr virtuelles Tierhotel ausgegeben und die Eltern haben die Rechnung bekommen. Dies war zugleich der Anstoß für eine Sammelklage gegen Apple. „Du kannst Verbraucher nicht für Einkäufe zur Kasse bitten, die sie nicht gebilligt haben”, erklärte Ramirez weiter.

Apple hat mittlerweile reagiert und die Kindersicherung im App Store erhöht. Zudem wurden jetzt Hinweise sowie eine Aufklärungsseite für Eltern geschaltet.

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