Erst vergangene Woche ist an die Öffentlichkeit geraten, wie Apple den anstehenden Release seines eigenen Musikstreaming-Dienstes vorbereitet. Leider mit allzu zweifelhaften Mitteln, denn Cupertino übte Druck auf Musiklabels aus, um die Kooperation mit Spotify aufzuweichen. Konkret geht es dabei um das kostenlose, aber werbegestütze Angebot des schwedischen Streaminganbieters. Nun scheint auch Apple einige Inhalte kostenlos anbieten zu wollen.

Auf der Entwicklerkonferenz WWDC, die vom 8. bis 12. Juni in San Francisco stattfindet, wird Apple erstmals seinen eigenen Musikstreaming-Dienst vorstellen. Bereits seit Längerem hat Cupertino entsprechende Vorbereitungen getroffen. Die Übernahme von Beats Inc., die Musikstreaming-App Beats Music eingeschlossen, für etwa 3 Milliarden Dollar gehört dazu. Neben der Entwicklung eines eigenen Dienstes scheint auch die Ausschaltung von Konkurrenten zur Vorgehensweise Apple’s zu gehören. Ob dies glückt, erfahren wir erst in Zukunft.

Was aber jetzt mehr oder minder feststeht ist, dass Apple sein Musikstreaming tatsächlich mit einer kostenlosen Variante ausstattet. Das berichtet der US-Blog Re/Code und hat folgende Modelle gesichtet:

  • Kostenlose Testphase, die ein bis drei Monate lang ist. Die Dauer der Testphase wird noch mit den Musiklabels verhandelt
  • Künstler und Nutzer können eigene Musik hochladen, die umsonst gehört werden kann – ähnlich dem Prinzip von SoundCloud. Hierfür soll keine Registrierung zum Apple Musikstreaming vonnöten sein.
  • Eine neue Version von iTunes, in der die Nutzer selbst Playlists erstellen können.

Trotz dieser Methoden, von denen eine oder alle zum Einsatz kommen, wird Apple’s Musikstreaming-Dienst in erster Linie kostenpflichtig sein. Das beschränkte Angebot kostenloser Inhalte wird niemanden vor der Registrierung abhalten können. Bei Spotify hingegen nutzt die überwiegende Mehrheit die kostenlose Variante. Wir sind gespannt, ob Apple mit seiner eigenen Entwicklung Erfolg haben wird oder es nur dem harten Kern zuspricht.