Laut übereinstimmenden Medienberichten hat Apple über 100 Mitarbeiter entlassen, die für das “Project Titan” angestellt waren. “Project Titan” ist der Begriff für die Entwicklungsabteilung, die sich mit dem “Apple Car” befasst.

Vor einigen Wochen war eine Zusammenarbeit oder gar eine Übernahme von McLaren durch Apple im Gespräch und jetzt das: In den letzten Monaten sollen mehrere Hundert Mitarbeiter, die dem “Project Titan”, welches sich mit der Entwicklung eines PKW aus dem Hause Apple beschäftigt, angehörten, versetzt oder entlassen worden sein. Darüber hinaus sprachen Beteiligte gegenüber Bloomberg von einem unglaublichen Versagen in Bezug auf das Apple Car.

Anscheinend hat man sich in Cupertino nicht auf einen gemeinsamen Weg geeinigt. Die Entwicklung eines Automobils bedeutet zweifelsohne eine Mammutaufgabe, auch für Apple.

Demnach sieht es so aus, als haben sich die führenden Größen darauf geeinigt, zunächst einmal die Software für bereits führende Autohersteller zu entwickeln bzw. zu verfeinern. Sobald dieser ebenfalls umfangreiche Schritt abgeschlossen ist, will man entscheiden, ob man sich an den Bau eigener PKW heranwagt, oder lieber als Lieferant für Software dienen möchte.

Keine Notwendigkeit in den KFZ Markt einzusteigen

Tatsächlich besteht aktuell keine Notwendigkeit für Apple, eigene KFZ zu entwickeln. Schuster bleib’ bei denen Leisten, heißt es. Es gehört stets für ein Milliardenunternehmen, wie es Apple nun einmal ist, dazu, über den Tellerrand zu schauen und neue Bereiche zu erschließen. Andererseits darf die bereits seit über 100 Jahren bestehende Automobilindustrie – besonders aus Deutschland – nicht unterschätzt werden.

Man wird nur widerwillig bereit sein, einen Stück vom Kuchen abzugeben. Diese Erfahrung macht aktuell Bereits Tesla, mit ihren Elektroautos. Die Bestellungen stellen zwar einen Erfolg dar, doch dieser liegt betrachtet auf den ganzen Automobilmarkt unter einem Prozent.

Bis ausschließlich Elektrofahrzeuge im Verkehr unterwegs sind, wird noch einiges an Zeit vergehen. Somit kann es für Apple vielleicht gar nicht so schädlich sein, sich die Fehler der Konkurrenz anzusehen und gegebenenfalls im richtigen Augenblick zuzuschlagen.