Apples Rechtsvertretung hat derzeit sehr viel zu tun. Neben Samsung und Motorola streitet sich der IT-Konzern aus Cupertino nun auch noch mit dem deutschen Unternehmen Ravensburger vor dem Müncher Landgericht. Der Spielehersteller sieht es nämlich ungern, dass Apple Spiele-Applikationen im iTunes Store zulässt, die den Namen „Memory“ enthalten. Ravensburger ist bereits seit 1976 Eigentümer der Marke „Memory“ und sieht sich in seinen Rechten verletzt.

Ravensburger trat wahrscheinlich schon vor einiger Zeit an Apple heran und forderte die Einstellung der Verwendung der geschützten Marke im App Store. Apple soll sich hingegen nicht gemeldet haben, weshalb man sich nun im Müncher Landgericht traf. Ein Anwalt des IT-Konzerns gab an, dass der App Store in sehr kurzer Zeit ein immenes Wachstum verzeichnete, sodass man gestehen muss, dass „nicht alles gut gelaufen sei“. Dennoch ist es für den Apple-Anwalt nicht klar, weshalb Ravensburger gleich vor Gericht ziehen muss. „Man will doch auch künftig gute Geschäfte miteinander machen“, so der Anwalt. Doch weit gefehlt, denn Ravensburger ist alles andere als einverstanden mit der gegenwärtigen Situation im App Store. Laut den Aussagen der Vertreter des Spieleherstellers würde Apple in der Lage sein, Apps in kurzer Zeit zu sperren, die gegen die auferlegten Rechte des iTunes Stores verstoßen würden. Doch bei den Markenrechten anderer Unternehmen würde man nicht so vorgehen, ließen die Vertreter von Ravensburger verlauten und kritisierten somit die Vorgehensweise von Apple.

So wird man sich nun bis Ende Januar 2012 gedulden müssen, bis das Gericht ein Urteil fällen wird.