Apple hat nun im Patentstreit mit Motorola eine Niederlage erlitten, die äußerst negative Konsequenzen für das Unternehmen zur Folge hat. Laut dem Urteil des Mannheimer Landgerichts muss Apple nun zahlreiche UMTS-Modelle des iPhones und iPads aus dem Angebot nehmen.

Im Detail handelt es sich dabei um die 3G-Modelle des Apple iPad der ersten und zweiten Generation sowie das iPhone 3G, 3GS und das iPhone 4. Die betroffenen Produkte nahm der Elektronikkonzern aus Kalifornien bereits aus dem Online Store und gibt an, dass die Artikel “derzeit nicht verfügbar” sind. Das aktuelle iPhone 4S ist nicht von dem Urteil betroffen.
Bei dem Patentstreit handelt es sich konkret um das Patent EP 1010336, das derzeit von Motorola gehalten wird. Wie der deutsche Patentexperte Florian Müller in seinem Blog berichtet, beschreibt das betreffende Patent grundlegende Standards der Datenübertragung im GPRS-Netz. Der Klage von Motorola gab das Mannheimer Landgericht bereits im Dezember 2011 recht und urteilte gegen Apple. Motorola erwirkte aber erst heute eine Unterlassungsverfügung gegen Apple.

Apple meldete sich kurz nach dem Bekanntwerden des Urteils zu Wort und gab bekannt, dass man in Revision gehen wird. Ein Sprecher des Unternehmens sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass Kunden derzeit kein Problem haben sollten, die iPad- und iPhone-Modelle in Deutschland kaufen zu können. Retail Stores sowie autorisierte Apple-Vertriebspartner führen die Artikel nämlich nach wie vor in ihrem Angebot.

Update

Apple kündigte nun an, dass das Onlineangebot bald wieder in alter Form verfügbar sein wird. Das Urteil wurde nun vom Karlsruher Landgericht vorübergehend ausgesetzt.