logo“PearC – Der PC mit Mac OS X” – unter diesem Slogan könnte man eine neue Produkt-Reihe von Psystar vermuten, doch (weit?) gefehlt! Diesmal steckt nicht das giftig, penetrante Clone-Unternehmen aus Florida dahinter, sondern ein bisher noch eher unbekanntes Unternehmen aus Wolfsburg (D-Land!).

Das Unternehmen trägt den mysteriösen Namen “HyperMegaNet UG”, der manchen von euch evtl. bekannt vorkommen dürfte: Homer Simpson gründet in einer Folge der Simpsons ein Internetunternehmen mit (fast) dem selben Namen (das am Ende von Bill Gates aufgekauft wird)! Von diesem Namen ausgehend könnte man meinen, dass das ganze Unternehmen einfach ein schlechter, vorgezogener Aprilscherz sei, doch wenn man sich so durch deren Website navigiert und sich die verschiedenen rechtlichen Fußnoten durchliest wird man den Eindruck nicht los, dass es “HyperMegaNet” tatsächlich ernst meint.

Schon gleich auf der übersichtlichen Startseite der Unternehmenswebsite bekommt man das komplette Angebot an PearC-PCs zu sehen. Drei Computer bietet das Unternehmen an: Den PearC Starter (499€), den PearC Advanced (749€) und den PearC Professional (1499€) – allesamt mit Mac OS X Leopard vorinstalliert. Klickt man sich zu den jeweiligen Produkten durch, bekommt man nicht viel mehr Informationen angezeigt als man auch so hätte vermuten können.

pearc_advanced_professionalpearc_starter

Links der PearC Professional, rechts der PearC Starter

Hat man sich für eine Produktklasse entschieden kann man seinen individuellen PearC zusammenstellen. Dazu muss man sagen, dass die Build-to-Order-Optionen im Preis äußerst gering gehalten sind: Ein RAM-Update beim kleinsten PearC, dem PearC Starter, kostet ein Update von 2GB RAM auf 4GB RAM nur 39,99€, während für ein solches Update bei einem MacBook im Apple Store 140€ gezahlt werden dürfen – Aber wir kennen ja alle Apples RAM-Preise…

Wenn man sich einen PearC Advanced konfigurieren möchte, bekommt man eine Vielzahl an Möglichkeiten geboten – unter anderem kann man auch 2 Blu-Ray Laufwerke einbauen lassen, mit denen man allerdings nur Blu-Ray Discs lesen und beschreiben, aber keine Filme anschauen kann. Zusätzlich kann man wählen, ob man anstatt Leopard doch lieber Vista oder XP installiert haben möchte. Der PearC Advanced und der PearC Professional haben beide das selbe Gehäuse, während der PearC Starter in einem kleinwenig modifizierten Look daherkommt.

Doch wie sieht das ganze rechtlich aus? Schließlich wissen wir alle genau, dass es von Apple nicht gerne gesehen wird, wenn wieder ein neuer Clone-Hersteller auf dem Markt erscheint. PearC äußert sich dazu in seinen FAQ wie folgt:

7. Ist es den legal, Mac OS X auf einem PC zu installieren? Wir würden unsere PearCs nicht anbieten, wenn wir nicht der Meinung wären, dass es legal ist.

Also “rechtlich”-korrekt ist diese Antwort bestimmt nicht, doch ging Psystar ähnlich auf diese ganze Sache zu – und bisher existiert Psystar noch. Aber lassen wir den ganzen rechtlichen “Kladderadatsch” erst noch auf uns zukommen. Bisher ist noch sehr wenig über das Unternehmen und seine Produkte bekannt, doch wir bemühen uns mehr über den Deutschen Psystar-Mitstreiter herauszufinden.

Bis dahin möchte wir euch fragen, ob ihr eventuell einen PearC kaufen würdet. Schließlich sind die Preise wirklich niedrig, und falls alles wie von HyperMegaNet beschrieben funktionieren sollte, könnten diese Clones für Apple tatsächlich Konkurrenz bedeuten, oder?

UPDATE: Inzwischen konnten wir ein Interview mit PearC abhalten und haben es im Magazin veröffentlicht.