Das neue hauchdünne MacBook ist zweifelsohne eine Augenweide. Mit smarten Features wie dem Force Touch Trackpad, dem hochauflösenden 12 Zoll Display sowie den schlanken und leichten Ausmaßen setzt es die erfolgreiche Linie der Apple Notebooks fort. Es bleibt aber die Frage, welche Leistung das MacBook mit mobilem Intel Prozessor zu bringen in der Lage ist. Genau das haben die Herrschaften von Primate Labs untersucht und kommen zu einem interessanten Ergebnis.

Das MacBook, dessen Release am 10. April ansteht, wurde bereits genauer unter die Lupe genommen. Zum einen kursiert ein Unboxing-Video aus Vietnam im Netz und zum anderen hat Primate Labs den ersten Benchmark Test vorgelegt. Im Geekbench erzielte das MacBook einen Wert von 1.924 für einen einzigen Rechenkern und 4.038 Punkte bei Dualcore Rechenoperationen. Damit ist es leistungsmäßig – zumindest was den Prozessor betrifft – gleichauf mit einem MacBook Air aus dem Jahr 2011.

MacBook Geekbench Benchmark Test

Wie kann es sein, dass Apple im Jahre 2015 ein MacBook Modell auf den Markt bringt, das von einem vier Jahre alten Air geschlagen wird? Grund dafür ist der Anspruch, den Apple bei seinem neuesten Laptop angesetzt hat. Es geht nicht mehr ausschließlich um Leistung, sondern um Langlebigkeit. Durch die dünne Bauweise musste der wenige Platz für den Akku genutzt werden, weshalb auf Seiten der Hardware Einsparungen vorgenommen werden mussten. Das mündet nicht zwangsläufig in ein langsames System, da neben dem Prozessor andere Einzelteile für die Performance verantwortlich sind.

So ist der Intel HD Graphics 5300 Grafikchip weitaus leistungsfähiger als der GPU vom MacBook Air 2011 – von der Displayauflösung ganz zu schweigen. Auch der Flash Speicher des 2015er Modells weist deutlich höhere Schreib- und Lesegeschwindigkeiten auf und mit 8 GB RAM können mehrere Aufgaben nebeneinander erledigt werden ohne dass das System ins Stocken geriete.

So interessant der Benchmark Test auch ist, so sehr hat sich die Bewertung um den Prozessor eingeengt. Würde man die Performance beider Notebooks gegenüberstellen, kann und muss das neue MacBook gewinnen. Alles andere wäre ein Rückschritt.