Man muss kein Experte sein um den deutlichen Preisverfall auf dem PC-Markt zu beobachten. Und auch Apple verkauft seine Rechner mittlerweile günstiger. Dennoch verringert sich der Preisabstand zum PC-Sektor nicht. Analyst Charlie Wolf von der Investmentbank Needham hat nun einen zusammenfassenden Bericht erstellt.

Jahr für Jahr ist zu beobachten, dass die Preise für handelsübliche Windows-PC sinken. 2003 musste man noch durchschnittlich 1.083 Dollar für einen PC bezahlen, so waren es 2006 nur noch 800 Dollar. Derzeit erhält man einen PC im Durchschnitt schon für 639 Dollar. Die Entwicklung bei Apple sieht dagegen anders aus. Auch hier wurden die Mac geringfügig günstiger, doch die Kunden legten sich lieber günstigere Modelle zu. Die Preise blieben weitgehend stabil. 2003 musste für einen durchschnittlichen Mac-Kauf 1.549 Dollar bezahlt werden. Zehn Jahre später sind es immer noch 1.351 Dollar. Der Preisabstand zwischen Mac und PC stieg somit auf 712 Dollar an.

Apple entgegnet den wirtschaftlichen Gesetzen

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Und obwohl die Preise auf dem PC Markt sinken, schafft es Apple immer noch, Premium-Preise zu verlangen. Analyst Charlie Wolf meint, dass Apple mit seiner Strategie “den wirtschaftlichen Gesetzen widerspreche”, und zwar erfolgreich. Er erklärt das Phänomen mit dem berühmten “Halo”-Effekt. Besitzer von iPods oder iPhones scheinen sich dadurch auch für Macs zu interessieren. “Unsere Analyse zeigt, dass der Mac die Ausnahme ist und nicht die Regel”, so Wolf. Und trotz sinkender PC-Preise gelang es Apple in den letzten elf Jahren seinen Marktanteil von 1,82 Prozent auf 5,05 Prozent zu steigern – das wird durch folgende Grafik veranschaulicht.

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