Wir berichteten bereits ausführlich über das neue mobile Betriebssystem von Apple, iOS 9. Schon kurz nach dem Update sind uns beim üblichen Gebrauch einige Neuigkeiten aufgefallen. Diese sind für Apple untypisch und sollten schnellstmöglich behoben werden.

Das Testgerät ist ein iPhone 6 mit 64 GB Speicher, das mit iOS 8.4.1 noch einwandfrei funktionierte. Seit dem Update auf iOS 9 fällt besonders auf, dass das iPhone “langsamer” geworden ist. Besonders wenn man Apps schließen möchte, wirkt iOS 9 behäbig. Wischt man zudem im Home Menü nach unten, so hängt das Gerät ab und an, bevor man etwas suchen kann. Generell wirkt das Betriebssystem schwerfällig. Auffallend ist auch das öffnen des WhatsApp Messengers. Bevor die App geöffnet wird und die verschiedenen Chats erscheinen, sieht man ca. 1 Sekunde lang einen schwarzen Bildschirm. Dies fiel bereits beim Test von iOS 9 Beta auf. Fraglich ist, ob die Problematik nun an WhatsApp oder iOS 9 hängt. Das Testgerät ist verfügt zudem über mehr als 40 GB freien Speicher. An zu wenig Speicherplatz kann das langsame System nicht liegen.

Übliche Macken oder bewusster Ansporn?

Nun sind die benannten Probleme keine groben Schnitzer. Nach jedem Update gilt es kleinere Fehler zu beheben. Dies geschieht auch recht zügig, hierfür ist Apple bekannt. Bei großen Updates kommt es häufiger vor, das die Zahnräder zwischen Hard- und Software anfangs noch nicht ganz ineinander greifen. Jedoch erscheint es äußerst merkwürdig, das gerade zum Release des iPhone 6s – für das iOS 9 konzipiert wurde – das sonst schnelle iPhone 6 Probleme mit der Software hat. Durch ein Update soll das System verbessert werden. Es fühlt sich an, als wäre dies vorliegend nicht der Fall. Falls dies beabsichtigt war, um die Kunden zum Kauf des neuen iPhone 6s zu bringen, könnte Apple durch ein wackeliges iOS 9 ein Eigentor geschossen haben. Andererseits kann dies auch nur ein einmaliger Fall bei unserem Gerät gewesen sein. Wir bleiben dran.