An der Einführung eines Billig-iPhone gibt es eigentlich keine Zweifel mehr. Das verdeutlicht auch ein aktueller Bericht vom seriösen „Wall Street Journal“. Demnach wird Apple das günstige Einsteigermodell in erster Linie vom asiatischen Zulieferer Pegatron fertigen lassen. Der Release vom Billig-iPhone soll in diesem Jahr erfolgen.

Apple macht sich von seinem bisher größten Auftragsfertiger Foxconn weiter unabhängiger und hat sich daher für die asiatische Firma Pegatron entschieden, heißt es im Bericht weiter. Pegatron und Apple kooperieren schon seit einiger Zeit und so produziert das Unternehmen bereits seit 2001 kleinere Mengen der iPhones und iPad minis. Ein weiteres Argument pro Pegatron ist dabei der Fakt, dass der Foxconn-Konkurrent eine kostengünstigere Produktion bietet.

Apple will Risiken besser verteilen

Zudem will Apple CEO Tim Cook die Risiken besser verteilen, nachdem es bei Foxconn zuletzt zu Schwierigkeiten bei der Produktion des aktuellen iPhone 5 gekommen ist. In diesem Zusammenhang dürften den meisten noch die Probleme mit den Kratzern auf dem Aluminium-Gehäuse bekannt sein, die beim Zusammenbau des Smartphones entstanden sind. Zudem sollen durch die Auslagerung künftig auch Lieferengpässe vermieden werden, die es in den letzten Jahren immer wieder nach der Einführung von neuen iPhone- oder iPad-Modellen gegeben hat. Doch darüber hinaus spielt sicher auch die anhaltende Kritik an Foxconn, die über 1 Million Beschäftigte haben, wegen der schlechten Arbeitsbedingungen in den den Fabriken eine Rolle.

Bei Foxconn dürfte man über die Auftragsvergabe an Pegatron nicht sehr erfreut sein, da man nun nicht mehr der größte Auftragsfertiger vom iKonzern ist.

Billig-iPhone soll noch in diesem Jahr erscheinen

Zwar hat Tim Cook jüngst auf der D11-Konferenz offengelassen, ob man ein günstiges Einsteiger-iPhone auf den Markt bringt, doch die Spekulationen halten sich hartnäckig. Das Billig-iPhone, das Apple vor allem mehr Marktanteile in Schwellenländer wie China oder Brasilien sichern soll, wird gegen Ende des Jahres erwartet.

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