Amazon setzt bei den Verhandlungen mit Verlagen über günstigere Konditionen für eBooks auf Härte und erlaubt keine Vorbestellungen von Büchern des Hachette-Verlags, ganz zur Freude von Apple. Denn der kalifornische Konzern wirbt im iBooks Store mit den neuesten Hachette-Titeln, inklusive des neuen Buchs der Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling.

Bislang dominierte Amazon den Markt für eBooks, Hard- und Softcover-Bücher. Das Unternehmen versucht, die Verlage durch ungünstigere Platzierung, verspätete Lieferungen, von denen auch Prime-Kunden nicht ausgeschlossen sind, und den Verzicht auf Vorbestellungen zu Zugeständnissen zu zwingen. Des Weiteren fordert der Online-Shoppinggigant einen höheren Anteil beim Verkauf von eBooks. Bis dato werden 30 Prozent fällig, doch Amazon möchte angeblich 40 bis 50 Prozent. Aus diesem Grund liegt Amazon mit den Verlagen Bonnier und Hachette nun im Streit.

Konflikt gut für die Konkurrenz

Die Konkurrenz nimmt den Streit zwischen Amazon und den Verlagen wohlwollend zur Kenntnis und versucht sich selbst ins Spiel zu bringen. So werden im US iBooks Store gleich eine Vielzahl von kommenden Hachette-Titeln prominent beworben und sind unter der Kategorie “Popular Pre-Orders $9.99 or Less” zu finden. Unklar ist hingegen, ob Hachette Apple günstigere Konditionen gewährt oder ob das Unternehmen aus Cupertino sich mit einer geringeren Gewinnmarge zufrieden gibt.

Doch der iPhone-Hersteller ist nicht der erste Buchhändler der vom Streit zwischen Amazon und den Verlagen profitieren will. Unabhängige amerikanische Buchhändler haben die “I Didn’t Buy it on Amazon”-Kampagne ins Leben gerufen. Dagegen haben größere Ketten wie Walmart und Barnes & Noble, die ebenfalls zum Aussterben unabhängiger Buchhändler beitragen, Hachette-Bücher bis zu 40 Prozent reduziert.

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