Apple hat endlich den Vorhang gelüftet und uns drei neue MacBook Pro Modelle präsentiert. Nach vier Jahren Wartezeit ist das MacBook Pro ordentlich aufgefrischt worden. Nicht nur an der Hardware wurde gewerkelt, auch das Design konnte nochmals schlanker und leichter gestaltet werden. Aber das Aushängeschild des neuen MacBook Pro ist die OLED-Leiste, genannt: Touch Bar.

Vor vier Jahren wurde das MacBook Pro zuletzt ordentlich aufgefrischt, während es vor anderthalb Jahren lediglich ein kleines und weniger bedeutendes Update gab. Was wir allerdings gestern zu sehen bekamen, waren nicht nur komplett verbesserte MacBok Pros, sondern auch eine Steigerung der Art und Weise wie wir Notebooks bedienen. Das Aushängeschild der Neuen ist nämlich die Touch Bar, ein schmales und berührungsempfindliches Display, das die Funktionstasten ersetzt und oberhalb der Tastatur verläuft. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Touch Bar und alles andere was die neue MacBook Pro Familie mitbringt.

Touch Bar – Einfach nur innovativ!

macbook-pro-touch-bar-oktober-2016-2

Lange vor der gestrigen Präsentation war dieses Feature bekannt. Anstelle der starren Funktionstasten ziert nun ein OLED-Display, Touch Bar genannt, die Fläche oberhalb der Tastatur. Die Touch Bar zeigt je nach genutzter App entsprechende Kommandos an. Hört man beispielsweise ein Lied, so zeigt die Leiste den Titel und Interpreten sowie die Befehle für Wiedergabe, Pause und Co. an. Möchte man hingegen ein Bild bearbeiten, so blendet die Touch Bar die entsprechenden Werkzeuge ein. Alles praktisch und alles ganz nah an den Fingern. Die Möglichkeiten sind indes unbegrenzt und jede einzelne App kann jeweils eigene Tools anzeigen. Sehr positiv angemerkt wurde die Geschwindigkeit, mit der die Touch Bar ihre Inhalte je nach genutzter App wechselt.

Anschlüsse – Nur noch USB C, und das vier Mal

macbook-pro-touch-bar-oktober-2016-3

Erneut macht Apple sein eigenes Ding und hat beim neuen MacBook Pro die bisherigen Anschlüsse gestrichen. Weggefallen sind der SD-Kartenslot, der HMDI-Slot sowie die USB Typ A Anschlüsse und der MagSafe-Anschluss. Stattdessen findet man nun vier USB C Thunderbolt 3 Anschlüsse, jeweils zwei auf jeder Seite. Diese dienen nicht nur zum Aufladen des MacBook Pro, sondern auch zur Datenübertragung. Für alle Fälle, in denen man eine externe Festplatte oder eine Kamera anschließen möchte, kommt man um Adapter wohl nicht herum. Immerhin: der 3,5 mm Klinkenstecker für Kopfhörer ist noch mit an Bord.

Hardware – Zwei mit und eines ohne Touch Bar

macbook-pro-touch-bar-oktober-2016-4

Die Ausstattung ist selbstverständlich top und verspricht jede Menge Leistungssteigerungen. Das 15 Zoll MacBook Pro besitzt einen Intel i7 Quadcore-Prozessor, einen AMD Radeon Pro 450 Grafikchip sowie 16 GB RAM und 256 GB internen Speicher. Laut Apple schafft die neue Grafik eine Leistungssteigerung von 130 % erbringen wenn es um 3D-Grafiken geht und soll beim Gaming bis zu 60 % flotter arbeiten.

Zwischen den beiden 13 Zoll Modellen gibt es einige Unterschiede. Das stärkere der beiden besitzt einen i7 Dualcore-Prozessor, 8 GB RAM sowie einen ebenfalls 256 GB großen Speicher. Für die Grafik ist der Intel Iris 550 Grafikchip verantwortlich. Das kleinere 13 Zoll MacBook Pro besitzt hingegen einen i5 Dualcore-Prozessor mit sonst gleicher Hardware. Hier muss man allerdings auf die praktische Touch Bar verzichten. Diese hat Apple nur dem 15 Zoll sowie dem stärkeren 13 Zoll Modell spendiert.

Preise und Release

Die drei neuen MacBook Pros können schon jetzt vorbestellt werden mit einer geschätzten Lieferzeit von zwei bis drei Wochen. Preislich geht es los bei 1.699 Euro fürs 13 Zoll MacBook Pro ohne Touch Bar. Das 13 Zoll Modell mit Touch Bar ist ab 1.999 Euro erhältlich. Wer ein Auge auf das 15 Zoll MacBook Pro geworfen hat, muss tief in die Tasche greifen, denn hier geht es erst ab 2.699 Euro los. Mit Vollausstattung landet man dann schnell bei 4.999 Euro.

Bild: chip.de