Am gestrigen Montagabend hielt Apple seine erste Keynote des Jahres. Wie zu erwarten war, zeigte Apple neben neuen Watch Features auch das brandneue MacBook mit 12 Zoll Retina Display. Dank der zahlreichen Leaks zur Watch blieb Tim Cook nicht viel zu erzählen. Für uns ist das MacBook das wahre Highlight des Abends. Hier nun alle Fakten zum Spring Forward Event.

Das Programm lief langsam an und machte einen Schwenk nach Fernost. Tim Cook freute sich darüber, dass in China der sechste Apple Store des Landes seine Pforten öffnete. Ein wichtiger Markt für Cupertino. Dann ging es über zum Apple TV, das preislich rezudiert wurde und neue Streamingdienste beherbergt. Für uns erst einmal uninteressant, da nur im US-Markt zugänglich. Daraufhin folgte eine ausführliche Behandlung des Themas “Research Kit”, bei der Mediziner anhand anonym gesammelter Nutzerdaten die medizinische Forschung vorantreiben können. Dann kam das erste große Ding des Abends: Das MacBook mit 12 Zoll Retina Display…

MacBook – Kein “Air”, dafür aber mit Retina Display und vielem mehr

MacBook 12 Zoll Retina

Apple streicht liebend gern nicht benötigte Dinge wie etwa den Lüfter oder zusätzliche Anschlüsse. Dieses Prinzip wandten sie auch auf die Namensgebung an, denn künftig heißt das neueste Apple Notebook schlicht und ergreifend “MacBook”. Kein Air, kein nichts. Vieles was die Gerüchteküche über das neue MacBook zu berichten wusste traf auch ein. Vize-Marketingchef Phil Schiller tat dennoch sein Bestes, die Vorzüge des MacBook deutlich zu machen. Und von denen gibt es viele.

Zunächst einmal zum Äußeren: Das neue MacBook wiegt lediglich einen Kilogramm und zählt mit 13 Millimeter zu den dünnsten Notebooks überhaupt. Das Display ist 12 Zoll groß und bietet die schicke Retina Auflösung von 2.304 x 1.440 Pixel an. Der Gehäuserand ist derart schmal, dass es den Ausmaßen des 11 Zoll MacBook Air entspricht. Dort findet sich künftig nur noch ein einziger USB 3.1 Typ C Anschluss, der alle vorigen überflüssig macht. Auch der MagSafe-Ladeanschluss wurde wegrationalisiert, da sich mit dem neuen Slot das MacBook aufladen lässt und die Datenübertragung ermöglicht.

MacBook USB 3.1 Typ C Anschluss

Und nun zu dem, was das MacBook so einzigartig macht: Das Trackpad ist mit der Force Touch Technologie erweitert worden, wodurch zusätzliche und druckempfindliche Eingaben möglich sind. Schaut man beispielsweise ein Video, lässt sich durch einen Druck auf das Trackpad die Wiedergabe beschleunigen. Je fester man drückt, desto schneller wird vorgespult. Diese Technik stammt übrigens von der Apple Watch. Auch die Tasten sind überarbeitet worden, die laut Apple nun viermal stabiler sind.

Was das Innenleben angeht, fiel die Wahl auf den Intel Broadwell Prozessor, der mehr Leistung bei geringerem Stromverbrauch garantiert. Das Einstiegsmodell verfügt über 1,1 GHz Taktrate und bis zu 2,4 GHz Turbo Boost. Ab dem 10. April ist das MacBook erhältlich und kostet 1.449 Euro aufwärts.

Apple Watch – Der Coach am Handgelenk

Apple Watch Mickey Maus Design

Apple mag zwar keine Smartwatches erfunden haben, aber dennoch geht Cupertino das Thema Wearables anders an. Die persönliche Gestaltung steht im Vordergrund, weshalb es auch unendlich viele Ziffernblätter gibt. Darunter ein interaktives und zoombares Sonnensystem oder aber ein fröhlich lächelnder Mickey Maus. Und via iPhone Companion App lässt sich die Anordnung der Apps auf der Uhr umordnen.

Die Watch kommt mit eingebautem Lautsprecher und Mikrofon, womit sich telefonieren, mit Siri kommunizieren oder Musik abspielen lässt. Dieses Hardware-Feature war in den zahlreichen Leaks zuvor nicht bekannt. Wie Tim Cook uns versichert, lassen sich E-Mails problemlos auf dem 1,5 bzw. 1,65 Zoll großen Bildschirm lesen. Er meint keine Ausschnitte, sondern ganze Mails. Auch Apps wie Instagram und Shazam sind perfekt an die kleinen Displays angepasst und zeigen Bilder wie Songtexte perfekt an.

Apple Watch Fitness App

Zu den wichtigsten Features der Watch gehören der kontaktlose Bezahldienst Apple Pay sowie zahlreiche Fitness-Funktionen. Laut Cook hat man einen persönlichen Coach am Handgelenk, der einen daran erinnert sich zu bewegen. Auch lassen sich Drittanbieter-Apps an die Uhr koppeln, um bereits genutzte Fitness-Apps mit der Uhr zu verknüpfen.

Und nun zu den Preisen: Die günstigste Watch Sport beginnt ab 349 Euro für die 1,5 Zoll Version und reicht bis 449 Euro für die 1,65 Zoll Variante. Der Preis hängt auch vom gewählten Armband ab. Die Apple Watch beginnt bei 649 Euro und kann bis zu 1.249 Euro kosten. Die mit 18-karätigem Gold verfeinerte Watch Edition beginnt bei saftigen 11.000 Euro. Die Grenze nach oben steht natürlich offen. Am 10. April können die Uhren vorbestellt und ab dem 24. April im Apple Store bestaunt und gekauft werden.