Backups sind bei der Wichtigkeit der Daten auf dem Computer einfach ein Muss.
Viel zu viele Leute verzichten auf Backups und merken erst wie wichtig sie doch eigentlich sind, wenn es schon zu spät ist.
Spätestens nach Apples eigener Backup-Lösung Time Machine sollte es wirklich niemanden mehr geben, der seine Daten nicht sichert.
Dennoch ist Time Machine für mich nicht das Backup-Programm erster Wahl, denn Time Machine sichert zwar mehrere Versionen einer Datei, die Handhabung bei der Wiederherstellung mehrerer Daten ist für mich aber zu kompliziert. Es fehlt Time Machine an einem richtigen Ordnersystem, Dateien werden ausschließlich durch Time Machine zugänglich gesichert. Auch ist es nicht möglich, von einem Time Machine-Backup-Volume zu booten.
Genau hier kommt das Backup-Programm der Superlative SuperDuper! zum Einsatz. Schon seit Januar 2004, zu Zeiten in denen Mac OS X 10.3 (Panther) aktuell war, wird dieses tolle Programm pausenlos weiterentwickelt.
Die Bedienung ist sehr einfach; Einmal eingerichtet, entstehen die Backups von selbst.

Zuallererst muss man die Quelle und das Ziel wählen, also von wo nach wo die Daten gesichert werden sollen.
Als zweite Option muss ein Backup-Script gewählt werden – Hört sich vielleicht kompliziert an, ist es aber nicht! Ein Backup-Script enthält Informationen, was genau beim Sichern der Daten kopiert werden soll und was nicht. Neben 5 schon vorhandenen Scripts lassen sich auch beliebig viele eigene Scripts erstellen.
Ich werde Euch nun durch den Erstellvorgang eines solchen Backup-Scripts leiten.

Zuerst klickt Ihr auf “New Copy Script”. Im ersten Reiter “Description” könnt Ihr ein paar Informationen speichern, was Euer Backup-Script genau macht, damit Ihr später schnell das richtige Script findet.

Im nächsten Reiter “Included Scripts” ist es möglich, schon erstellte Scripts einzubinden um so beispielsweise Systemdateien vom Backup auszuschließen. Um alle nicht notwendigen, temporäre Systemdateien vom Backup auszuschließen, folgende Backups-Scripts auswählen.

Im letzten Reiter lassen sich noch einmal gezielt Ordner und Dateien ausschließen. Wenn beispielsweise der Bilderordner nicht mitgesichert werden soll, kann man ihn hier mit “Ignore /Users/Leon/Pictures/” vom Backup sperren. Folgende Ordner und Dateien sollten nicht mitgesichert werden.

Nun könnt Ihr das Script mit einem Klick auf Close sichern. Das Script kann nun als Backup-Script gewählt werden.
Es sollten nun noch die Optionen des Programms auf die eigenen Wünsche konfiguriert werden.

Unter General finden sich die wohl wichtigsten Einstellungen des Programms wieder. Hier kann gewählt werden, ob die Backup-Festplatte zuerst gelöscht werden soll und dann der Kopiervorgang gestartet wird, die Backup-Festplatte auf den exakt gleichen Stand wie die interne Macintosh HD-Festplatte gebracht werden soll (Smart Update), alle neueren Dateien von Macintosh HD kopiert werden sollen oder alle Dateien von Macintosh HD auf Backup kopiert werden sollen, die nicht gleich sind.

Außerdem lassen sich vor dem Backup die Zugriffsrechte auf der Quell-Festplatte reparieren. Auch kann gewählt werden, was nach erfolgreichen Backup geschehen soll.

Für den fortgeschrittenen Anwender ist der Tab “Advanced” interessant. Dort lassen sich selbst erstellte Shell-Scripts vor und nach dem Backup automatisch aufrufen. So ist es beispielweise möglich, per E-Mail informiert zu werden, sobald ein Backup erfolgreich beendet wurde und den Computer anschließend schlafen zu legen. Auch unterstützt SuperDuper! Growl-Notifications.

Nun kann noch eingestellt werden, ob und wann das Backup automatisch ablaufen soll.

Mit einem Klick auf “Copy Now” kann das Backup manuell aktiviert werden.
SuperDuper! ist super schnell im Kopieren, eines der schnellsten Programme auf dem Mac.

Nach erfolgreichem Sichern hat die Backup-Festplatte die selbe Ordnerstruktur wie die Quell-Festplatte. Außerdem ist die Backup-Festplatte – im Gegensatz zu einem Backup mit Time Machine – bootfähig. Dazu einfach nach dem Einschalten des Macs die alt-Taste gedrückt halten und die Backup-Festplatte auswählen.
SuperDuper! ist für knapp 20 Euro auf der Herstellerseite verfügbar. Eine Demo-Version ist ebenfalls vorhanden.


Das programm ist echt super. bin schon treuer kunde seit der ersten version.
Klase Alternative zum Carbon Copy Cloner! (ich mag den nicht so)
Jeder kleine Service (Dienst, Abo, Minihosting, Kabel-TV usw.) kostet heute 5 Euro oder so im Monat. Super günstig denkt man, doch 10 von diesen Services verschlingen 50 Euro im Monat und damit 600 Euro im Jahr!! Warum ich das erzähle? Für dieses “einfach” einzurichtende Backup-Programm braucht es 11! Screenshots, um es den Lesern zu erklären! Ist doch ganz klar, warum Otto-Normal-Computer-Einschalter so etwas nicht verwenden! Programm einschalten, “Achte auf meine Daten”-Knopf drücken und gut. Das wär’s doch. Und dem kommt Time-Machine eben am nächsten. Wer hat Zeit und Lust sich im Monat 10 solcher “einfach” einzurichtenden Programme anzusehen?
Aber klar: Programme für “Schrauber”, Nerds und “Power-User” muss es ja auch geben!
Ich glaube ich habe deutlich dargelegt, wieso ich dieses Programm und nicht Time Machine verwende.
Außerdem ist das Programm innerhalb weniger Minuten eingerichtet und ab dann muss man sich um nichts mehr kümmern.
Auch ist Time Machine ein wirklicher Platzfresser: Wenn ich die 2 TB interne Festplatte mit Time Machine sichere, brauche ich auf jeden Fall eine mehr als 2 TB große externe Festplatte, da mehrere Versionen einer Datei gesichert werden. Speicher kostet Geld und so eine 3-6 TB große Festplatte ist nicht günstig.
Und bei so einem heiklen Thema wie Backups sollte man auf jeden Fall die paar Minuten investieren.
@Leon Klingele
Wenn sich deine Antwort auf meinen Text bezog:
Es sei dir gegönnt SuperDuper zu verwenden. Es ging in meinem Text auch nicht darum, warum speziell du dieses Programm verwendest und ob du das “deutlich dargelegt” hast, sondern um die sehr, sehr verschiedenen Sichtweisen von “einfach”. Und wäre dieses Programm wirklich “einfach” einzurichten, benötigte man zur Darstellung dieses Einrichteprozesses eben keine 11 Screenshots, alle Screenshots wären für alle Nutzer in ihrer Bedeutung einwandfrei zu identifizieren und das Programm liefe auf deutsch. Aber wie schon deutlich dargelegt: Programme für “Schrauber”, Nerds und “Power-User” muss es ja auch geben!
@macwatch
Eigentlich sind es nur 6 Screenshots. Und für so ein mächtiges Backup-Programm ist das einfach.
Um Time Machine richtig zu benutzen sind es zwar ein paar Schritte weniger, jedoch investiere ich diese 2 Minuten lieber und habe anschließend nie mehr Probleme mit der Datensicherheit.
Das Programm ist einfach. Wenn der Anwender aber zu blöd oder faul ist, soll er Time Machine verwenden.
Auch hätte SuperDuper! hier keine Anleitung gebraucht, weil das wirklich jeder Mac-Nutzer selbst schaffen sollte. Ich weiß nur nicht, was ich sonst hätte schreiben können.
Entschuldige, wenn ich jetzt ein wenig unfreundlich “rüberkomme”, ist nicht so gemeint. Ich will nur mein Lieblingsprogramm tapfer verteidigen!
@Leon Klingele
Viele Firmen und Menschen auf dieser Welt, die einmal Kontakt zu Apple-Produkten hatten, verstehen nicht, warum diese Produkte so erfolgreich sind – warum diese Produkte sowohl den Markt der Anspruchsvolleren als auch Massenmarkt fast spielerisch durchdringen.
Verstünden sie es, würden z. B. Firmen ähnlich durchdachte Produkte sowohl hardwareseitig als auch softwareseitig herausbringen. Sie tun es aber meistens nicht.
Ich persönlich, würde mir viele solcher Konkurrenzprodukte sooo wünschen!
Menschen, die in einer hochkomplexen und bisweilen hochkomplizierten Welt ihre Zeit nicht noch mehr als nötig mit der Beschäftigung und Einrichtung von Software verbringen wollen, suchen nach wirklich einfachen Lösungen. Diese Leute als blöd und oder faul zu bezeichnen, zeugte von einer Arroganz die sich heutzutage eigentlich die wenigsten leisten sollten. Denn Intelligentere oder Fleißigere gibt es immer! (Wer will sich anmaßen über Beweggründe zu urteilen?)
SuperDuper verfolgt sowohl interfacemäßig als auch vom Bedienkonzept her einen Weg aus den Neunzigern! Schon damals bedienten sich solche Programme genau so oder ganz ähnlich: Sag mir über eine Wahl-Liste ganz genau was ich tun soll und ganz genau das mache ich dann. Dabei musst du (der Nutzer) dich natürlich auskennen!
Ich persönlich habe absolut nichts gegen das Programm SuperDuper. Und ich bin auch kein Fürsprecher von Timemachine! Es gibt nur viel zu wenige, wirklich einfach zu bedienende Programme, die WIRKLICH einfach einzurichten oder zu bedienen sind!!
Das intelligente Arbeiten nach beispielsweise so einem Befehl (ja nur diesem einen!!) wie „Paß’ mal auf meine Daten auf!“ wäre etwas, das zu 2011 passen würde! Alles andere können andere auch!
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