Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass viele Foxconn-Angestellte kein zu hohes Einkommen haben. Auch nicht, dass iPhone-Bauteile heiß begehrt sind, obwohl sie einer strengen Geheimhaltungspolitik von Apple unterliegen. Dadurch ist auch klar, was passieren musste. Nach Medienangaben soll ein Foxconn-Mitarbeiter einige Gehäuseteile an einen Hehler verkauft haben, die er zuvor aus der Fabrik gestohlen hatte.

Wie das Wall Street Journal berichtet, hielten schon zahlreiche Menschen in China das Gehäuse des iPhone 6 und des iPhone 6 Plus in ihren Händen, obwohl diese nicht so schnell in China erhältlich sein werden. Möglich soll dieses geworden sein, weil ein Foxconn-Mitarbeiter Gehäusebauteile aus der Fabrik in der nördlichen Provinz Shanxi gestohlen haben soll. Der Angestellte hatte diese dann laut des Berichts für umgerechnet 960 US-Dollar an einen Elektronikmarkt in der südlichen Stadt Shenzhen verkauft und wurde bereits von der Polizei verhaftet.

Hehler zahlen hohe Summen für Apple Bauteile

Weder Apple noch Foxconn wollten sich zu diesem Vorfall äußern. Immer wieder scheint es Lücken in der Geheimhaltung bei den chinesischen Zulieferfirmen zu geben, allen voran bei Foxconn. Dies belegen die vielen Informationen, die bereits vor der iPhone 6 Vorstellung an die Öffentlichkeit gelangt waren.

Der Grund dafür ist auch leicht ausfindig zu machen, denn wie lokale Medien berichten, sollen Hehler vergleichsweise hohe Summen für Bauteile von Apple bieten und damit die kriminellen Machenschaften ankurbeln.

Der festgenommene verdächtige Angestellte von Foxconn soll beim Verlassen der Fabrik in seiner Tasche erst eines und zu einem späteren Zeitpunkt noch weitere Gehäuseteile hinausgeschmuggelt und an den Käufer geschickt haben.