Fast täglich kommen neue Spiele auf den Markt, die gespielt werden wollen. So mancher fühlt sich von diesem riesigen Angebot allmählich überwältigt oder übersättigt: Und sehnt sich zurück nach den Klassikern der eigenen Jugend, die damals noch auf klobigen Atari-Konsolen oder auf dem guten alten C64 gespielt wurden.

Pac Man statt Candy Crush

Unglaublich, aber wahr: Das angeblich kostenlose und unglaublich populäre iPhone-Spielchen Candy Crush nimmt täglich 630.000 US-Dollar ein. Nicht schlecht für ein vermutlich leicht zu programmierendes Game, das sich die Macher bei Bejeweled abgeschaut haben.

Nichts gegen Candy Crush und auch nicht gegen die unermüdlichen Angry Birds, die gerade mit einer Fortsetzung der erfolgreichen Star-Wars-Version neu aufgelegt werden, doch bei immer mehr Menschen macht sich Nostalgie nach lange vergangenen Tagen breit, als Super-Marios noch Prinzessinnen aus den Klauen von Donkey Kong retteten oder kleine Frösche eine vielbefahrene Straße überqueren mussten. Wer noch einmal Lust auf die Klassiker hat, kann zahlreiche kostenlose Online-Spiele auf Fettspielen.de finden, die auch auf den eigenen Mac runtergeladen werden können. Viele der guten alten Klassiker stehen heute auch als Mobile Games bereit, zum Beispiel Steinchenfresser Pac Man, der mit dem Finger durch seine Labyrinthe gesteuert werden muss. Natürlich fehlt auch der große GameBoy-Klassiker Tetris nicht, an dem sich eine ganze Generation einen GameBoy-Arm zusammengespielt hat.

Zahlen: ja oder nein?

Ob sich die Ausgaben für Spiele wie Candy Crush lohnen, muss natürlich jeder selbst wissen. Die Klassiker kosten im App Store einmalig eine geringfügige Summe von wenigen Euro und garantieren stundenlangen Spielspaß ganz ohne kostenpflichtige Power-ups. Den unglaublichen Umsätzen der Mobile Games Branche werden sie ohnehin nicht schaden können – schon im letzten Jahr berichtete die Zeit über Prognosen, wonach der Umsatz von knapp zwei Milliarden Euro im Jahr 2011 auf gut 2,9 Milliarden Euro im Jahr 2016 steigen wird.

Das Erstaunliche daran ist, dass immer mehr Anbieter ihre früher kostenpflichtigen Spiele zunächst einmal kostenlos anbieten, um den einmal geköderten Spielern dann das Geld mit virtuellen Gütern aus der Tasche zu ziehen. Ein erstaunliches Konzept, das tatsächlich aufzugehen scheint. Was jedoch bei großen MMOPRGs wie „Star Wars: The Old Republic“ möglicherweise noch sinnvoll ist, wirkt bei simplen Spielen wie Candy Crush eher albern: Dann doch lieber kostenlos Steinchen fressen oder Fröschen über die Straße helfen – wie 1984.

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