Das Dilemma um Apples Karten-App geht in die nächste Runde. Nun hat Apple die überschwängliche Beschreibung des eigenen Kartendienstes auf der Homepage „modifiziert“.

Erst hat Apple die beliebte Google Map von iOS verbannt, dann sah sich der Apple Kartendienst angesichts seiner vielen Fehlern heftiger Kritik und Spott ausgesetzt, dann hat sich Apple-CEO Tim Cook bei den Kunden für die schlechte Qualität entschuldigt und gar Karten-Systeme der Konkurrenz (u.a. Google) empfohlen und zu guter Letzt wurde im App Store noch eine neue Kategorie installiert, in der alternative Kartendienste zu finden sind. Hier könnte Apple durchaus noch das Know-How des einen oder anderen sehr guten iOS-, App- oder iPhone Entwickler gebrauchen.

Der Start des Apple Kartendienstes ging somit gründlich in die Hose, doch das Dilemma ist nun um ein weiteres Kapitel reicher.

Apple streicht übertriebene Maps-Beschreibung auf Homepage

Denn Apple sah sich gezwungen, die Beschreibung auf der Homepage an die gebotene Performance der App anzupassen. Die Passage „most beautiful, powerful mapping service ever“, mit dem der Dienst bezeichnet wurde, wurde gelöscht. Stattdessen wird die Apple Map jetzt als eine sehr schön auf Vektor basierende Map-Applikation beschrieben.

Schutz vor drohender Klagewelle

Der Grund für diese Maßnahme ist klar. Apple will sich auf diese Weise potentiellen Klagen schützen, zumal die alte Beschreibung als irreführende Werbung angesehen werden darf, die durchaus zu rechtliche Konsequenzen hätten führen können. So wäre es nicht das erste Mal, das Apple wegen einer nicht der Wahrheit entsprechenden Beschreibung eine Klage an den Hals bekommt. Schließlich wurden zuletzt auch die Beschreibung zur LTE-Verbindung beim iPhone 4S sowie die des Sprachassistenten Siri angepasst und nicht mehr als so übertrieben positiv behaftet ausgedrückt.