Die mobilen Apple-Geräte gelten zwar als besonders virenresistent, aber laut der US-amerikanischen Sicherheitsfirma ZecOps gibt es momentan eine schwerwiegende Sicherheitslücke im iOS-WebKit. Sie betrifft lediglich die mobilen Betriebssysteme von Apple, wobei sich die Schadsoftware durch eine E-Mail des Angreifers verbreitet. Betroffen sind die Generationen < 14.4 der iPhones und iPads.

Über diese Schwachstelle können Hacker gefährliche Schadware auf die Geräte schleusen. Auch die deutschen Behörden – das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) – warnen bis heute vor dem Einsatz der App. Die Geräte werden durch eine E-Mail-Versendung aus der Ferne infiziert. Bei dieser Sicherheitslücke geht es um eine sogenannte „Zero-Click-Schwachstelle“, bei der eine Infizierung auch komplett ohne Tätigkeit seitens des Nutzers erfolgen kann. Ist ein mobiles Apple-Gerät von der Malware befallen, können die Hacker die E-Mails eines Benutzers lesen, verändern und löschen.

Wer ein Apple-Gerät nutzt, sollte nun dafür sorgen, sich zu schützen. Die Experten vom BSI empfehlen, die Mail-App vom iOS-Gerät zu löschen. Doch es gibt auch andere Methoden und Technologien, die eingesetzt werden können, um das eigene Smartphone vor dem Befall von Hackingattacken zu schützen.

Ratschläge für mehr mobile Sicherheit

Doch was können die Anwender tun, um das eigene Smartphone oder Tablet vor dem Befall von Malware zu schützen? Dafür ist es notwendig, sehr umsichtig und gründlich vorzugehen. Nur so kann bestmöglichst ausgeschlossen werden, dass das Gerät beschädigt und die persönlichen Daten missbraucht werden. Hier gibt es ein paar Informationen zu Technologien und Methoden, die helfen, das Gerät zu schützen:

Die Zwei-Faktor-Authentifizierung einschalten

Ein guter Weg um sein Gerät und alle Inhalte darauf zu schützen ist die doppelte Authentifizierung, bei der neben dem üblichen PIN-Code oder Entsperrmethode eine weitere Authentifizierung nötig ist, etwa die Eingabe eines Sicherheitscodes. So wird der Sicherheitsstandard erhöht.
Wer sich einen zusätzlichen Schutz gegen neugierige Blicke und physische Übergriffe wünscht, sollte die Bildschirmsperre einstellen. Dagegen ist die wohl sicherste Variante vor einem physischen Übergriff die Sperre über den PIN-Code. Bei einer Entsperrung des Gerätes per Muster sollte beachtet werden, dass die Sichtbarkeit der Linien ausgeschaltet wird.

Ein VPN installieren

Das VPN – kurz für „Virtuelles Privates Netzwerk“ – ist ein Hilfsmittel zum Schutz der Daten und für zusätzliche Privatsphäre beim Surfen. Darüber hinaus ermöglicht es die Umgehung von Geosperren beim Streaming. Durch die fortgeschrittene AES 256-Bit-Verschlüsselung wird der Transfer von Daten so gesichert, dass sie von außen nicht eingesehen werden können.

Auf dem aktuellen Stand bleiben

Für mehr Schutz ist es sinnvoll, dass sich die Geräteinhaber regelmäßig Wissen darüber anlesen, welche Dinge sich in Sachen Sicherheit für IT-Geräte entwickelt haben. Dies betrifft auch das Gerät selbst, da für neue Modelle regelmäßig Sicherheitsupdates veröffentlicht werden.

Apps als Einfallstor für Malware

Im Netz gibt es ganz unterschiedliche Quellen, über die sich die mobilen Geräte mit Malware infizieren können. Das größte Einfallstor liegt in sogenannten „In-App-Käufe“. Werden erkaufte Produkte heruntergeladen, holt sich der Anwender anschließend die Malware auf das Smartphone. Um dies zu vermeiden, sollten Anwender darauf achten, dass die Apps seriös sind und gute Bewertungen erhalten. Noch immer ist es möglich, die Qualitätskontrollen der App-Stores zu umgehen. Es tauchen immer wieder gefälschte Apps auf. Diese dienen Betrügern dazu, den Kauf­preis für die App zu kassieren, obwohl sie keinerlei sinn­volle Funk­tionen bietet. Außerdem dienen sie dem Transport von Malware. Zuletzt sei daher daran erinnert, darauf zu achten, welche Berechtigungen bei der Installation einer App abgefragt werden.