Der Anwalt von GT Advanced Technologies beschrieb das Arrangement mit Apple als ein „freundschaftliches Auseinandergehen“. Demnach haben das Unternehmen aus Cupertino und sein Zulieferer von Saphirglas im Rahmen des überraschenden Insolvenzverfahrens von GTAT ihren Streit und auch ihre geschäftlichen Beziehungen beendet.

Nach Informationen eines Fortune-Reporters soll zu den Bedingungen einer Einigung auch der Verkauf von 2000 Brennöfen durch GTAT gehören, mit deren Erlös die Befriedigung der 439 Millionen US-Dollar Forderungen von Apple erfolgen soll. Allerdings werden die Brennöfen nicht direkt an Apple verkauft.

Keine Veröffentlichung von Dokumenten

Entstanden sind die neunstelligen Schulden der Firma GT Advanced Technologies im Zuge der Finanzierung einer gemeinsamen Fabrik in Arizona mit Apple. Wie es heißt, soll die Krise des Saphirglas-Zulieferers durch die Anfang des Monats einbehaltene Rate der insgesamt zugesagten 570 Millionen Dollar durch Apple ausgelöst worden sein. Daher sah sich der Saphirglas-Hersteller gezwungen, sich auf Kapitel 11 des amerikanischen Insolvenzrechtes zu berufen und Schutz vor Gläubigern zu beantragen. Allem Anschein nach wird Apple nach Beendigung der Geschäftsbeziehungen zu GTAT die Fabrik nun allein weiter betreiben.

Durch diese Einigung konnte Apple verhindern, dass im Zuge des Insolvenzverfahren Dokumente veröffentlicht werden, die aufdecken sollen, wie es zur Zahlungsunfähigkeit von GTAT kam. Des Weiteren würden diese Dokumente auch zeigen, in welcher Form Apple Verträge aushandelt und welche Absichten das Unternehmen mit diesem Werkstoff in Zukunft haben könnte.

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