Katzen landen stets auf ihre Pfoten und das iPhone immer auf dem Display: Diese einfache Weisheit hat schon so manchem Kopfzerbrechen bereitet und die Brieftasche geleert. Denn teuer wird es, wenn der Bildschirm des geliebten iPhone zerbricht. Ein neues Apple Patent beschreibt nun, wie das iPhone von selbst auf den Boden aufschlägt, dass auch kein sensibles Teil kaputtgeht.

Apple ist für die eine oder andere grandiose Idee immer zu haben. Das beweist auch das aktuelle Patent, das Cupertino am gestrigen Dienstag zugesprochen wurde. Es beschreibt unter dem Namen „Protective mechanism for an electronic device“ einen Mechanismus, bei dem mehrere Sensoren zusammenarbeiten, um während des freien Falls derart ideal auf den Boden einzuschlagen, dass dabei so wenig wie möglich zerstört wird.

Dass einem das iPhone aus der Hand rutscht kann man ja nicht verhindern, aber Schadenbegrenzung ist da eine effektive Methode, um vor allem Displayschäden zu verhindern. Die Wahrscheinlichkeit ist bekannterweise höher, dass das iPhone mit dem Display voran in Richtung Boden fliegt. Schließlich ist der Bildschirm mit Multitouch-Elementen die teuerste Komponente eines iPhones und eine Reparatur kostet bis zu 149 Euro. Ein kostspieliges Vergnügen. Und so funktioniert der Fallschutz laut Patent:

Apple Patent Fallschutz

Im Inneren des Apple Telefons stecken mehrere Sensoren, darunter der Geschwindigkeitsmesser, das Gyroskop und GPS-Modul. All diese Sensoren, gepaart mit einem neuen Vibrationsmotor, berechnen während des freien Falls die Zeit bis zum Einschlag und den Neigungswinkel des iPhone. Anhand dieser Daten kann sich das iPhone schließlich in eine Position bringen, in der es entweder auf die Rückseite oder einer seitlichen Kante auf dem Boden landet. Damit ist ein Sturz auf die empfindliche Vorderseite vermieden. Dieser Mechanismus greift innerhalb des Bruchteils einer Sekunde, denn viel mehr Zeit bleibt nicht, fiele das iPhone aus einer Höhe von anderthalb Metern.

Wie üblich bei Apple Patenten, weiß man nie ob und wann sie tatsächlich zum Einsatz kommen. Dankbare Fans wären Apple damit sicher beschert, auch wenn sich Cupertino Einnahmen durch die Displayreparatur entgingen ließe.

Quelle: appleinsider.com