Wird es mit iOS 9 keine neuen Features mehr geben? Zielt das nächste große Update nur auf eine verbesserte Systemstabilität ab? Darin sind sich zumindest viele Beobachter Apple’s einig, die auf der WWDC im Juni eine knappere Vorstellung der Software erwarten. Es gibt aber gute Gründe, iOS nicht noch mehr vollzuklatschen.

Mit iOS 7 kam ein grundlegend überholtes Design, während iOS 8 mit Apple Pay und Apple Health aufwartete. Version 9 (Codename „Monarch“) des Mobilbetriebssystems, das im Juni erstmals präsentiert und im Herbst veröffentlicht wird, vermag mit weniger von sich überzeugen zu müssen. Denn hier stehen die verbesserte Stabilität und die Steigerung der Performance im Fokus. Auf Feature-Listen neuer Versionen findet man diese beiden Punkte meist weiter unten, doch will Apple sie zum Haupt-Feature machen.

Im Laufe der Jahre sind viele praktische Features in iOS eingezogen, doch spätestens mit iOS 8 zeigte sich, dass das Ganze seinen Tribut einfordert. Viele gravierende Fehler, etwa das Wlan-Modul oder Touch ID betreffend, machten iPhone Besitzern das Leben schwer. Nicht einmal die nachgelieferten Updates konnten diese Probleme lösen, von denen sich manche über Monate hinwegziehen. Deshalb will Apple einen Gang runterschalten, um nicht vollends die Geduld der Kundschaft auf die Probe zu stellen. So sollen etwa das Update auf iOS 9 sowie die künftigen Versionen nicht mehr so wuchtig ausfallen, damit sie problemlos auch auf 16 GB Geräten Platz finden.

Dass Apple überhaupt kein neues Software-Feature in iOS 9 einbaut, ist aber schwer zu glauben. Schließlich gibt es noch die Themenfelder Indoor-Navigation oder den eigenen Musikstreaming-Dienst, nur um zwei zu nennen. Wenn das Entwicklerteam erfolgreich voranschreitet, könnte diese und andere Features doch noch diesen Herbst kommen. Spätestens auf der WWDC im Juni erfahren wir, mit was das neue Betriebssystem alles aufwartet.