Reicht ein iPhone mit 16 GB Speicherplatz oder gelangt man schnell an die Grenzen des Möglichen? Möchte man sich ein neues iGadget kaufen, steht man zwangsläufig vor folgendem Dilemma: Kauft man sich das kleinste Modell und riskiert dauerndes Löschen um Platz zu machen oder legt man für die größere Version weitere 100 Euro auf den Tisch? Wie viel Speicherplatz braucht man und sind die Angaben auf der Verpackung zuverlässig? Wir haben jemanden gefunden, der das getestet hat!

Mit der neuesten iPhone Generation kamen viele Neuerungen. Eine davon war die Abschaffung der 32 GB Variante, denn das iPhone 6 und 6 Plus gibt es mit 16, 64 und 128 GB Speicherkapazität. Da fragt man sich doch, warum Apple nicht das kleinste Modell abgeschafft und stattdessen die 32 GB Variante als Mindestmaß eingeführt hat. Schließlich werden Apps nicht kleiner, sondern ganz im Gegenteil ausgefallener, grafisch detaillierter und somit auch größer.

So wenig man Apple’s Hintergedanken auch ergründen kann, so sehr zeigt ein Praxistest was von den versprochenen 16 GB am Ende übrig bleiben. Immerhin fordern das Mobilbetriebssystem iOS und die zahlreichen obligatorischen und nicht löschbaren Apps ihren Tribut. Der amerikanische Apple-Blogger Kirk McElhearn ist dieser Frage nachgegangen und warf einen ganz genauen Blick auf den Speicher seines iPad mini. Und das kam dabei heraus:

Apple iOS Apps

Zuallererst löschte Kirk alle auf seinem iPad mini (16 GB) befindlichen Apps und Dateien, um eine Verfälschung der Zahlen zu vermeiden. Hinterher spielte er das iOS 8 Update auf und schaute hinterher auf den noch verbliebenen Speicher: 12,73 GB waren noch da. Also nehmen iOS 8 und die vorinstallierten Apps etwas mehr als 3 GB für sich in Anspruch. Zu den vorinstallierten Apps gehören etwa der App Store, Messages, Maps, das Game Center oder der Browser Safari.

Kirk ist noch einen Schritt weitergegangen und klatschte alle von Apple empfohlenen und selbst entwickelten Anwendungen auf sein iPad mini. Dazu gehören etwa die Bürosoftware Keynote, Numbers und Pages sowie iMovie und andere. Daraufhin schrumpfte der mit ehemals 16 GB angegebene Speicherplatz auf mickrige 8 GB zusammen. Das bedeutet im Endeffekt, dass, sobald alle Apple Apps auf dem iGadget installiert sind, lediglich 8 GB für die eigenen Apps, Bilder, Lieder und Filme übrig bleiben. Man muss nicht lange grübeln, um zu wissen, dass die schnell verbraucht sind.

Apple iOS Apps Speicherplatz

Was also tun? Im Laufe der Zeit sollte man ein Gefühl dafür erlangt haben, wie viel Speicher man für den eigenen Bedarf benötigt. Und da Apple womöglich erst einmal nichts an seiner Politik ändert, sollte man im Zweifelsfall lieber zur größeren Speichervariante greifen und die zusätzlichen 100 Euro auf den Tisch legen. Das ist definitiv weniger schmerzhaft, als ständig den Speicher zu checken und für neue Apps alte deinstallieren zu müssen.

Bild: mcelhearn.com