Der Entwickler der populären Taschenrechner-App PCalc James Thomson staunte nicht schlecht über Apples Reaktion. Damit iOS 8-Nutzer den Taschenrechner auch über die Mitteilungszentrale verwenden können, hatte er die neueste iOS-Version seines Programms mit Widget-Unterstützung ausgestattet. Nun informierte ihn jedoch der kalifornische Konzern darüber, dass seine Taschenrechner-Widgets in der Mitteilungszentrale gegen die App-Store-Richtlinien verstoße.

Der Paragraph der den Taschenrechner explizit verbietet, wurde Thomson von Apple nicht mitgeteilt. Und tatsächlich gibt es auch keine entsprechende Verbotsklausel. Die Entwickler werden von Apple lediglich darüber informiert keine Widgets anzubieten, die komplexe oder lange Aufgaben ausführen. Apple schrieb in einer E-Mail an Thomson, dass Widgets keine Berechnungen durchführen dürfen. Da es keine Taschenrechner-Widget von Apple selbst gibt, scheint dies also nicht nur für Dritthersteller zu gelten.

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Apple lehnt auch weiteren Widget ab

Ab sofort müssen die Nutzer von iOS 8 auf den Taschenrechner-Widget in der Mitteilungszentrale verzichten, der in OS X Yosemite großes Lob hervorgerufen hatte. Zusätzlich zu angebotenen Apps gewährt Apple seit iOS 8 Drittherstellern auch Widgets mit einfachen Funktionen für die Mitteilungszentrale bereitzustellen. Beispielsweise für Wetter, TV-Programm oder Erinnerungen.

Bereits vor einem Monat lehnte der iPhone Hersteller ein Widget ab, der es Apps oder Webseiten per Shortcut erlaubte, aus der Mitteilungszentrale heraus gestartet zu werden. In diesem Fall prangerte Apple einen „Missbrauch von Widgets“ an und verzichtete ebenfalls auf eine Erläuterung des Grundes für die Ablehnung.

Daher werden einige Hersteller auch in der Zukunft nur nach der Trial-and-Error-Methode herausfinden können, was erlaubt ist und was nicht.