Mit iOS 6 hat Apple durchaus eine sehr gute Weiterentwicklung zum Vorgänger iOS 5 geschaffen, welches dem Nutzer über 200 neue und optimierte Funktionen bietet. Doch die Apple Map darf bislang als Reinfall bezeichnet werden. Um das eigene Kartenmaterial zu verbessern, will der IT-Gigant aus Cupertino nun ehemalige Mitarbeiter von Google Maps an Bord nehmen.

Apples eigener Kartendienst, der in Kooperation mit „TomTom“ entwickelt wurde, ist bislang eine reine Katastrophe und extrem fehlerhaft. Vor allem wenn man Apple Maps mit dem arrivierten und sehr beliebten Angebot der Google Maps vergleicht, kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Viele „Points of Interesset“ sind falsch lokalisiert, 3D-Aufnahmen sind verschwommen und Satellitenaufnahmen erinnern teilweise an einfache Pixelstürme. Keine Frage, hier muss Apple dringend und möglichst schnell nachbessern.

Trotz aller Kritik: Apple Map mit tollen Funktionen

Apple versucht die Schwierigkeiten damit zu erklären, dass sich der hauseigene Kartendienst noch in den Startlöchern befindet, der aber Stück für Stück immer weiter optimiert werden soll. Und man darf auch nicht vergessen, dass bestimmte Funktionen wie die „Flyover“-Möglichkeit oder „turn-by-turn Navigation“ durchaus zu überzeugen wissen und zumindest etwas über die optischen Einschränkungen und fehlerhaften Informationen hinwegtrösten.

Know-How von Google Maps bei Apple gefragt

Um aber schnellstmöglich einen konkurrenzfähigen Kartendienst präsentieren zu können, soll Apple angeblich bemüht sein, ehemalige Google Maps-Mitarbeiter und -Entwickler und deren Know-How zu verpflichten, um zumindest ansatzweise Google Maps das Wasser reichen zu können. Auf den ersten Blick sicherlich ein sinnvoller Schritt und kluge Idee, doch auf der anderen Seite würde Apple mit dieser Maßnahme wieder mit denjenigen zusammenarbeiten, von denen man sich letztendlich auch distanzieren wollte.